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Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Mit dem Ausbau leistungsfähiger Bildungsstandorte reagiert das Land Mecklenburg-Vorpommern auf sinkende Schülerzahlen ebenso wie auf die Anforderungen eines in die Zukunft weisendes Bildungssystems. Die Konzentration der Schullandschaft soll jedem Schüler den Besuch einer Schule mit breitem Kursangebot ermöglichen – in zumutbarer Nähe zum Wohnort. Durch ein vielfältiges Angebot an Schulformen wird der Nachwuchs des Landes den eigenen Fähigkeiten entsprechend gefördert.

(Bild: Jens Büttner)

Das Schulsystem in MV

Das Schulsystem in Mecklenburg-Vorpommern ist zweistufig: Die Schulausbildung beginnt mit der Grundschule, die die Klassenstufen eins bis vier umfasst. An die Grundschule schließt sich die zweijährige schulartunabhängige Orientierungsstufe an, in der die Schülerinnen und Schüler auf den Wechsel in die 7. Klasse einer weiterführenden Schule vorbereitet werden. Zum Ende der Orientierungsstufe wird auf der Grundlage einer Schullaufbahnempfehlung über die weitere Schullaufbahn entschieden: Das Gymnasium führt zum Abitur. An der Regionalen Schule können Schülerinnen und Schüler die Berufsreife oder die mittlere Reife erwerben. Gesamtschulen bieten in der Regel alle drei Abschlüsse an. Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden an Förderschulen unterrichtet, sofern ihre Ausbildung im gemeinsamen Unterricht an allgemeinen Schulen nicht hinreichend möglich ist.

Die Mehrzahl der Jugendlichen besucht nach der allgemeinbildenden Schule eine berufliche Schule. An den beruflichen Schulen können sich die Jugendlichen auf einen Beruf vorbereiten, einen Beruf erlernen, oder sie nutzen die Möglichkeit, schulische Abschlüsse wie die Berufsreife oder das Abitur zu erwerben. Die beruflichen Schulen umfassen verschiedene Schularten wie die Berufsschule, Berufsfachschule, die Höhere Berufsfachschule, das Fachgymnasium, die Fachoberschule und Fachschule.

Schulen in freier Trägerschaft ergänzen das Schulwesen des Landes durch besondere Formen und Inhalte der Erziehung und des Unterrichts. Den Trägern obliegt die Schulgestaltung, insbesondere die Entscheidung über eine besondere pädagogische, religiöse oder weltanschauliche Prägung, die Festlegung der Lehr- und Unterrichtsmethoden, der Lehrinhalte und die Organisation des Unterrichts.

Der Ausbau von Ganztagsschulen ist ein wichtiger Eckpunkt der Schulentwicklung im Land. Dabei handelt es sich um keine eigene Schulart, sondern um ein Angebot für eine ganztägige Bildung und Betreuung. Neben dem Fachunterricht integrieren sie das fächerübergreifende Lernen, die Hausaufgabenbetreuung sowie Freizeit- und Sportangebote in den Schulalltag. Die Ganztagsschule ist eine zukunftsweisende Schulform, die mehr Möglichkeiten für die Umsetzung innovativer pädagogischer Konzepte bietet und gleichermaßen schwächere und begabte Schüler unabhängig von ihrer sozialen Herkunft fördert.

(Bild: Jörn Lehmann)

Lernen vom Anderen – Schüleraustausch und Schulbesuch im Ausland

Ein Schüleraustausch ist für Schulklassen eine gute Gelegenheit, das Leben und Lernen in einem fremden Land kennen zu lernen. Die Jugendlichen erleben unvoreingenommen eine andere Kultur – ein Pluspunkt auch für späteres tolerantes Miteinander. Zum Programm eines Schüleraustauschs gehören in den meisten Fällen der Besuch des Unterrichts in einer Partnerschule, Besichtigungstouren und die Unterbringung in Gastfamilien. Der Gegenbesuch der ausländischen Schüler in Deutschland ist ebenfalls Teil des Konzepts.

Eine besonders wertvolle Erfahrung und zugleich große Herausforderung ist für viele Jugendliche der Schulbesuch im Ausland: Die Schüler lernen intensiv eine fremde Sprache, erleben eine andere Kultur und müssen Selbstständigkeit im Alltag beweisen. Bevorzugte Austauschländer sind die USA und Frankreich, da die meisten Schüler Englisch und Französisch als Fremdsprachen erlernen. Die Dauer des Aufenthalts reicht von einem Trimester bis zu einem Schuljahr.

Schulentwicklungsplanung

Ziel der Schulentwicklungsplanung in Mecklenburg-Vorpommern ist es, leistungsfähige Bildungsstandorte zu etablieren. Zwei- bis dreizügige Schulen sollen statt kleiner einzügiger Schulen mit eingeschränktem Fächerkanon die Bildungslandschaft prägen. So reagiert die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern auf die Anforderungen, die sich aus deutlich gesunkenen Schülerzahlen ergeben. Zum Vergleich: Im Schuljahr 1996/97 wechselten 26.536 Kinder aus der Grundschule in die Sekundarstufe I, 2011/2012 waren es rund 11.400 Schülerinnen und Schüler. Langfristig rechnet das Bildungsministerium mit rund 11.000 Mädchen und Jungen in einem Jahrgang.

Die Konzentration der Schullandschaft soll jedem Schüler den Besuch einer Schule mit breitem Kursangebot ermöglichen. Gleichzeitig soll der Einsatz der Lehrer, aber auch von Schulsozialarbeitern und Schulpsychologen so besser koordiniert und Unterrichtsausfall vorgebeugt werden. Die Schulentwicklung wird im Wesentlichen von den Landkreisen und kreisfreien Städten geplant. Über grundlegende Parameter wie die Anzahl der Schüler in einer Klasse oder die zulässige Dauer des Schulwegs entscheidet das Bildungsministerium von Mecklenburg-Vorpommern.

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