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Kinderbetreuung und frühkindliche Bildung

(Bild: Jens Büttner)

Mecklenburg-Vorpommern ist ein familienfreundliches Land: Dafür spricht schon allein das dichte Netz an Betreuungsangeboten für die Kleinsten unter uns. Durch das Kinderförderungsgesetz (KiföG M-V) wird die Kindertagespflege zu einer gleichberechtigten Alternative zur herkömmlichen Kindertagesstätte. Damit setzt MV Signale vor allem für berufstätige Eltern.

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 1.040 Kindertageseinrichtungen, die von 96.500 Kindern besucht werden. Rund 5.500 Kinder gehen zur Kindertagespflege. Etwa 96 Prozent aller Mädchen und Jungen zwischen dem dritten Lebensjahr und dem Schuleintritt werden somit gefördert und betreut – die meisten von ihnen ganztags. Das sind deutlich bessere Bedingungen als in den alten Bundesländern, wo im Durchschnitt nur rund 20 Prozent der Plätze in Kindertageseinrichtungen mit einer Ganztagsbetreuung verbunden sind. Von den unter Dreijährigen besucht jedes zweite Kind (54,5 % Prozent) eine Kindertagesstätte oder die Kindertagespflege bei einer Tagesmutter bzw. einem Tagesvater. 77,2 Prozent von ihnen gehen in Kindertageseinrichtungen, 22,8 Prozent zur Kindertagespflege. (Quellen: Statistisches Amt Mecklenburg-Vorpommern, Stand: März 2011 bzw. Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Kindertagesbetreuung regional 2013)

Kindertageseinrichtungen haben sich seit der Einführung des KiföG (Kindertagesförderungsgesetz) M-V 2004 zu frühkindlichen Bildungseinrichtungen entwickelt. Dieser Prozess setzt sich auch mit der im Jahr 2010 verabschiedeten Neufassung des Regelwerks fort. Die "Bildungskonzeption für Kinder von 0 bis 10 Jahren" ist ein wichtiger Teil des Gesetzes. Konkret bedeutet das unter anderem:

  • Erzieher erhalten mehr Zeit für die individuelle Förderung von Kindern und die Elternarbeit.
  • Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen haben in der Krippe Anspruch auf eine von 20 auf 30 Wochenstunden erhöhte Betreuung.
  • Der Übergang vom Kindergarten zur Schule soll pädagogisch gestaltet werden.

(Bild: Jörn Lehmann)

Neben den Plätzen in den Kindertageseinrichtungen werden auch Plätze in der Tagespflege in Mecklenburg-Vorpommern gemäß KiföG M-V gefördert. Ihre Anzahl ist im Vergleich zu den Kindertageseinrichtungen deutlich geringer: Die rund 1.500 Tagesmütter und -väter im Land betreuen und fördern rund 5.500 Mädchen und Jungen. Tagespflege ist eine Alternative – vor allem bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes und bei besonderen Betreuungsbedürfnissen, die sich oft aufgrund der flexibilisierten Arbeitswelt ergeben.

Bereits im September 2008 machte das Land einen großen Schritt auf dem Weg zu mehr Kinderfreundlichkeit: Kinder von Eltern mit niedrigem Einkommen können in den Kindertageseinrichtungen oder bei den Tagesmüttern kostenlos Mittag essen. Darüber hinaus trägt das Land einen Teil der Elternbeiträge im letzten Kindergartenjahr. Seit dem Jahr 2011 stellt das Land für Mittagsverpflegung und Elternentlastung insgesamt 14,5 Millionen Euro zur Verfügung. Davon werden etwa sieben Millionen Euro für die Zuwendungen für die Kita-Mittagsverpflegung von bis zu 1,50 Euro je Essen benötigt.

Eltern von Krippenkindern bis zu drei Jahren müssen seit August 2012 bis zu 100 Euro weniger für den Krippenplatz bezahlen. Um die Elternbeiträge absenken zu können, gab das Land 2012 4,56 Millionen Euro aus. 2013 sind es fast 11 Millionen Euro. Die Landesausgaben für die Kinderförderung sind von 2004 bis 2012 von jährlich 79 Millionen Euro auf 139 Millionen Euro gestiegen. Es profitieren auch Eltern, deren Kind von einer Tagespflegeperson betreut wird: Solche Plätze werden mit bis zu 40 Euro pro Monat vom Land gefördert.

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