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Usedomer Literaturtage

Bereits zum 9. Mal trafen sich im April 2017 Schriftsteller von Weltrang zu den Usedomer Literaturtagen, darunter prominente Namen wie Donna Leon, Alfred Grosser und Prinz Asfa-Wossen Asserate. Die Literaturveranstaltung beleuchtete in diesem Jahr unter dem Motto "Identität - dringend gesucht", das Thema europäische Identität. Gerade die Zwei-Länder-Insel fühlt sich dem Dialog und damit der Völkerverständigung verpflichtet. Höhepunkt war die Verleihung des 8. Usedomer Literaturpreises inklusive Preisgeld sowie ein einmonatiger Arbeitsaufenthalt im Romantik Seehotel Ahlbecker Hof.

Das Festival startete mit einer Lesung von Prinz Asfa-Wossen Asserate, Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie. Der Prinz las aus seinem Buch "Die neue Völkerwanderung, wer Europa bewahren will, muss Afrika retten“. Als einer der besten Kenner des afrikanischen Kontinents, beschreibt er darin die Ursachen der derzeitigen Massenflucht und appelliert an die europäischen Staaten, ihre Afrikapolitik grundlegend zu ändern. Somit wurden die Literaturtage um Fragestellungen zu afrikanischen Themen erweitert. 

Krimi-Bestsellerautorin Donna Leon, die im vergangenen Jahr ihre Premiere auf Usedom feierte, kehrte 2017 zu den Literaturtagen zurück - und zwar in dreifacher Rolle . Im Gepäck hatte sie - natürlich - ihren Commissario Brunetti, den sie im Jubiläumsband zum 25. Mal auf Verbrechersuche am Canale Grande schickt.  In „Ewige Jugend“ untersucht Brunetti den Fall einer jungen Frau, der bereits lange zurückliegt. Vor 15 Jahren stürzte die 30-jährige Manuela in den Canale di San Boldo und ist seitdem geistig behindert und in ewiger Jugend gefangen. Doch war es wirklich ein Unfall? 

In einem weiteren Programmpunkt stellte sich Donna Leon im persönlichen Interview den Fragen von Publizist Manfred Osten und gab Einblicke in ihre Lebensgeschichte. Außerdem war die Barockmusikliebhaberin am letzten Tag der Literaturtage Konzertpatin des Sonderkonzerts „Vivaldi virtuos“ mit dem Orchester il pomo d’oro. Gespielt wurden u.a. Werke von Vivaldi, Telemann und Leclair. 

Ein weiteres Highlight der diesjährigen Literaturtage war die Lesung des großen Europäers und Elyséevertrag-Vordenkers Alfred Grosser. In seinem neuem Buch „Le Mensch – die Ethik der Identitäten“ geht er facettenreich und in vielen persönlichen Rückblicken der Frage nach, wer bestimmt was der Mensch ist, und untersucht die Entstehung und Moral sozialer Identität. Grosser nimmt das Menschsein in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens unter die Lupe und untersucht dabei die Themen Kultur, Politik und Erziehung, Geschlecht, Geschichte und Religion, Geld und nationale Mythen. 

Darüber hinaus konnten sich die Besucher während der Literaturtage über Podiumsdiskussionen und spannende Dialoge freuen. Als krönender Höhepunkt wurde der 8. Usedomer Literaturpreis an Joanna Bator verliehen. Der Preis würdigt seit 2010 eine besondere Schriftstellerpersönlichkeit, die sich im hohen Maße um den europäischen Dialog verdient gemacht hat. Die Polin Joanna Bator zeigt die Ohnmacht einer modernen Gesellschaft, die in einer größer werdenden Sprachlosigkeit mündet zwischen Verlierern und Gewinnern, zwischen Provinz und Großstadt. Mit ihren international vielbeachteten Werken, insbesondere auch ihrem letzten Roman „Dunkel, fast Nacht“ (2012, auf deutsch 2016), zählt sie zu den wichtigsten literarischen Stimmen unseres Nachbarlandes. 

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