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Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservate

Zwischen Ostsee, Müritz und Schaalsee erstreckt sich das Reich der Adler und Kraniche. Die einmalige Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns ist kostbar für Menschen, Pflanzen und Tiere und deshalb besonders geschützt. Drei Nationalparks, sieben Naturparks und drei Biosphärenreservate bewahren hier im Norden die Flora und Fauna – mehr als in jedem anderen Bundesland in Deutschland.

Nationalparks

Nationalparks sind Landschaften, in denen die Natur sich nach ihren eigenen Gesetzen entwickeln kann. So entstehen überlebenswichtige Rückzugsräume für wildlebende Pflanzen und Tiere. Sie sind unverzichtbar für den Erhalt der biologischen Vielfalt und des Artenreichtums der Erde.

In Mecklenburg-Vorpommern haben drei Schutzgebiete den besonderen Status eines Nationalparks: Der größte unter ihnen ist mit einer Fläche von 78.600 Hektar der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft zwischen der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und der Westküste der Insel Rügen. Im Nationalpark sind 250 Vogelarten heimisch. Neben Dauergästen wie dem Alpenstrandläufer, dem Großen Brachvogel oder dem Goldregenpfeifer gesellen sich im Frühjahr und Herbst bis zu 40.000 Kraniche hinzu. Ein Spektakel, das tausende Besucher anlockt.

In der direkten Nachbarschaft liegt der Nationalpark Jasmund, mit einer Fläche von 3.070 Hektar der kleinste Nationalpark Deutschlands. Zu dem Gebiet gehört unter anderem der Königsstuhl, einer der berühmten Kreidefelsen, der in stolzen 118 Metern Höhe über dem Meer liegt. Vor fast 200 Jahren verewigte der Romantiker Caspar David Friedrich die mächtigen Felsen auf Leinwand. Im Juni 2011 ist ein Teil der Buchenwälder des Nationalparks von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt worden.

Auch der 32.200 Hektar Müritz-Nationalpark lockt Jahr für Jahr zahlreiche Naturliebhaber an, die vor allem kommen, um die Fisch- und Seeadler zu sehen. 58 Fischadlerbrutpaare gibt es im Müritzkreis, das ist die höchste Brutdichte in Europa. Die „Adlersafari“ ermöglicht Einblicke in den Adlerhorst. Auch im Müritz Nationalpark gehört ein Teil zum Weltnaturerbe Buchenwälder. Die Müritz als größter Binnensee Deutschland zieht außerdem jährlich zahlreiche Wassersportler an.

Die Futterjagd des Seeadlers ist immer ein außergewöhnliches Schauspiel. (Bild: Peter Wernicke)

Naturparks

Naturparks sind großräumige, historisch gewachsene Kulturlandschaften, die zum überwiegenden Teil als Landschafts- oder Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Sie gelten als Modellregionen dafür, wie wirtschaftliche Interessen, das Erholungsbedürfnis des Menschen und die Notwendigkeit, die Natur zu schützen, miteinander in Einklang gebracht werden können.

Insgesamt sieben Naturparks gibt es in MV. Sie bedecken über ein Zehntel der Landesfläche. Im Naturpark Feldberger Seenlandschaft beispielsweise wechseln weite Wälder, sandige Ebenen, Hügel und Täler einander ab. Dazwischen finden sich verschiedenste Gewässer: Moore, Bäche, und viele Seen. Ein besonderes Naturdenkmal sind die „Heiligen Hallen“: Die teilweise über 300 Jahre alten Buchen wachsen hier bis zu 50 Metern in die Höhe und erinnern an die Säulen eines gotischen Domes.

Der Naturpark Am Stettiner Haff ist charakterisiert durch die naturbelassene Haffküste, Haffwiesen, weite Waldkomplexe, Binnendünen und die Brohmer Berge. Die Wasserläufe der Seen und die zahlreichen Gräben sind ausgezeichnete Jagdreviere für den Fischotter, der auch als Wassermarder bezeichnet wird. Auch ein ganz besonders seltener Vogel, der Wiedehopf, ist hier zu finden.

Die grüne Insel am Meer – so nennen viele Usedom. Kaum irgendwo lassen sich so viele verschiedene Landschaftsformen auf engstem Raum finden wie im Naturpark Insel Usedom: Ostseestrand und Binnenküste, Seen und Moore, Buchenwälder und Dünenkiefern. Die Insel zählt außerdem zu den vogelreichsten Gebieten Ostdeutschlands. Insgesamt wurden hier über 280 Arten beobachtet, darunter Seeadler, Weißstörche, Kraniche und Graureiher.

Schauen Sie selbst, wie vielfältig und interessant die sieben Naturparks in MV sind.

Schaalsee bei Zarrentin. (Bild: TMV/Thomas Grundner)

Biosphärenreservate

Biosphäre bedeutet Lebensraum – für den Menschen ebenso, wie für Tiere und Pflanzen. Seit 1970 sind im Rahmen des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ 610 Biosphärenreservate in 117 Ländern der Welt eingerichtet worden. Anhand dieser Kulturlandschaften sollen beispielhaft Zukunftsmodelle für eine umweltschonende Wirtschafts- und Lebensweise des Menschen entwickelt werden.

Drei Biosphärenreservate befinden sich in Mecklenburg-Vorpommern: An der Grenze zu Schleswig-Holstein, nahe der Ostsee, formten Eiszeitgletscher eine hügelige Landschaft mit Laubwäldern, Mooren und Kleingewässern rund um den 72 Meter tiefen Schaalsee. Das einstige Grenzgebiet entlang der innerdeutschen Grenze steht heute als UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee unter Naturschutz. Das einstige Niemandsland mit klaren Seen und urwüchsigen Buchenwäldern wurde zum rund 30.000 Hektar großen Rückzugsraum für Orchideen, Fischotter, Bartmeise oder Rotbauchunke – und zur beliebten Naturtourismusregion.

An der Grenze zu Niedersachsen und damit ebenfalls im ehemaligen Niemandsland liegt das länderübergreifende UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Durch die langjährige Abgeschiedenheit des Gebiets an der innerdeutschen Grenze blieb die Ursprünglichkeit der Flussauen erhalten. In diesen ursprünglichen Lebensräumen sind heute seltene Pflanzen und Tiere zu Hause. Im Überflutungsgebiet wächst das Sumpf-Greiskraut. Im Sommer sind Seeadler in der Luft zu sehen. Sogar der sehr seltene Flussuferläufer brütet noch an der Elbe und ihren Nebenarmen. Im Herbst rasten hier Kraniche und Gänse, während andere Vogelarten gleich über Winter bleiben.

Im UNESCO-Biosphärenreservat Südost-Rügen sind auf einer Fläche von 22.800 Hektar alle Landschafts- und Küstenformen der Küstenregion MV’s vertreten. Die Insel Vilm im Greifswalder Bodden ist etwas ganz Besonderes: Seit mehreren Jahrhunderten konnte sich hier die Natur nahezu ungestört entwickeln. Das Naturschutzgebiet gehört daher zur Kernzone des Biosphärenreservats.

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