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Naturschutzgebiete

Mecklenburg-Vorpommern ist reich an besonders schönen Landschaften. Oft sind sie der Lebensraum von seltenen Pflanzen und gefährdeten Tierarten. Viele der Flusstäler, Moore, Inseln oder Seen sind auch naturgeschichtlich oder landeskundlich außerordentlich interessant. Um diese Naturvielfalt zu erhalten, hat das Land 286 Naturschutzgebiete eingerichtet.

MV's Naturschutzgebiete sind der Lebensraum zahlreicher Vogelarten. (Jens Büttner)

Strandwälle, Dünen, vermoorte Niederungen und Waldflächen wechseln einander im reizvollen Naturschutzgebiet Mönchgut auf der Insel Rügen ab. Die Vielfalt der Landschaft setzt sich in der Flora fort: Hier leben über 90 Arten, die auf der "Roten Liste der Höheren Pflanzen" stehen. In den Zicker Bergen wachsen beispielsweise Wiesenschlüsselblume und Knolliger Hahnenfuß. Vor allem für brütende und durchziehende Vögel ist das Naturschutzgebiet ein wichtiger Lebensraum. Unter den Insekten ist Putzkäfer Agonum monachum hervorzuheben, den man nur an drei Orten in Deutschland findet. Ein wichtiges Vorhaben für die kommenden Jahre ist die Renaturierung trocken gelegter Gebiete

Zwischen Ostsee und Saaler Bodden, auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, liegt der alte Laubbaumbestand Ahrenshooper Holz. Der Pfeifengras-Buchenwald ist dicht bewachsen mit Stechpalmen, die in Windwurflücken Höhen bis zu fünf Meter erreichen können. Neben Rotbuchen prägen Stieleichen, Schwarzerlen, Bergahorn und Eberesche das Gehölz. Im Frühling blühen hier Waldmeister und Waldveilchen, Vielblütiger Weißwurz und Echte Sternmiere. Zu den Brutvögeln im Ahrenshooper Holz gehören Mittelspecht, Waldkauz, Zwergschnäpper und Hohltaube.

Zwischen Graal-Müritz im Westen und Neuhaus im Osten erstreckt sich entlang der Küste das Schutzgebiet Ribnitzer Großes Moor. Charakteristisch für die Vegetation sind Weißer Schnabelried und Rundblättriger Sonnentau. Das Gebiet ist Jagdrevier des Seeadlers und Rastgebiet der Sumpfohreule. Neben zwei Kranichpaaren finden auch Fischotter, Glattnattern und Kreuzotter hier einen Lebensraum.

Schmaler Luzin in der Feldberger Seenlandschaft. (Bild: TMV/Thomas Grundner)

Während es sich beim über 30 Meter tiefen Schmalen Luzin um einen eiszeitlichen Rinnensee handelt, ist der stark reliefierte Hullerbusch eine Endmoräne. Mit dem bis zu acht Meter hohen Hünenwall ist eine fast unveränderte Blockpackung erhalten geblieben. Die heutige Verteilung von Wald- und Ackerflächen entspricht weitgehend dem Zustand im 16. Jahrhundert.

Charakteristisch für den Altwald im Hullerbusch sind Schattenblumen- und Perlgras-Buchenwälder. Am Westufer des Schmalen Luzin finden sich artenreiche Hangwälder. Die Wälder sind Heimstatt von Rotmilan, Spechten und verschiedenen anderen Vogelarten. 1925 wurde im Schmalen Luzin der Mysis relicta entdeckt, eine eiszeitliche Krebsart. Außerdem wohnte noch lange Zeit die Coregonus albula lucinensis, eine seltene Form der Kleinen Maräne, im See.

Wer sie sieht, fühlt sich ein wenig wie in der Wüste: Fast 30 Meter erheben sich die imposanten Binnendünen bei Klein Schmölen über die Niederungen von Elbe und Löcknitz. Sie bestehen aus jungeiszeitlichen Sanden des Elbetals, die der Wind aufgetürmt hat. Die Dünen zeigten nicht immer ihr sandiges Gesicht – zeitweise waren sie bewachsen, und wurden um 1900 sogar aufgeforstet, um eine Versandung der umliegenden Äcker zu verhindern. Heute ist das 600 Meter breite und mehrere Kilometer lange Dünenmassiv überwiegend waldfrei. In den geschützten Gebieten gedeihen verschiedene Stromtalpflanzen, Sandsteppenpflanzen wie das Blaugrüne Schillergras und Strandhafer sowie Flechten und Moose. Bemerkenswert ist der Artenreichtum der Vögel und Insekten: Neben Heidelerche, Braunkehlchen, Rotmilan und Baumfalke bewohnen auch Turteltauben und Wendehals die Dünen sowie zahlreiche Libellen und Tagfalter.

Binnendüne bei Klein Schmölen. (Bild: TMV/Thomas Grundner)

Die Heiligen Hallen, vier Kilometer westlich von Feldberg, gelten als ältester Buchenwald Deutschlands. Das seit Jahrzehnten ungenutzte Gebiet zeigt alle Merkmale eines Naturwaldes. Der Zerfall des rund 350-jährigen Altholzes und die Buchennaturverjüngung prägen heute das Gebiet. Flächendeckend dominiert hier die Rotbuche, vereinzelt kommen Hainbuchen vor. Der hohe Totholzanteil fördert das Vorkommen von Pilzen, die sich von abgestorbenen organischen Substanzen ernähren. Zahlreiche Vogelarten brüten hier, wie zu Kleiber, Hohltaube und Mittelspecht.

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