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Kampagnen-Spot : "Rush Hour"

Ein Mann schaut sitzend dem Kranichzug nach.

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Kampagnen-Spot : "Schleuse"

Zwei Frauen beim passieren einer medizinischen Schleuse.

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Kampagnen-Spot : "Tönesammler"

Ein Mann steht am Seeufer und hält ein Mikrofon über die Wasseroberfläche.

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kampagnen-Spot : "Brötchen holen"

Ein Junge paddelt in einem Boot.

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Kampagnen-Spot : "Rush Hour"

Ein Mann schaut sitzend dem Kranichzug nach.

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Kampagnen-Spot : "Tönesammler"

Ein Jugendlicher nimmt Töne mit einem Mikrofon im See auf.

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Von der Ostsee in die ganze Welt

Das Rauschen des Meeres ist deutlich zu hören – hier im Waldbühnenweg des Ostseebades Heringsdorf. Gut 500 Meter Luftlinie trennen das Firmengelände der Korbfabrik Heringsdorf von der Ostsee. Auf dem Hof der Korbfabrik steht ein großer Lastwagen mit Anhänger. Ein Gabelstapler fährt zügig seine Runden und lädt Strandkorb für Strandkorb auf den Laster. Mehr als 40 Strandkörbe passen auf den LkW. Die Ladung geht ins nahe Ostseebad Kühlungsborn. Sehnsüchtig erwartet von den Hoteliers und Strandkorbvermietern, die ihren Gästen das beliebteste Strandmöbel Deutschlands fabrikfrisch in den hellen feinen Ostseesand stellen wollen.

Bequem und wetterfest soll er sein, der Strandkorb. Darum wird jedes Teil einzeln gepolstert und mit dem blau-weißen strapazierfähigen Stoff verkleidet.

Die Heringsdorfer Korbfabrik ist ein Unternehmen mit Tradition, das seit 1925 existiert. Ihre Strandkörbe sind in Deutschland und sogar weltweit so begehrt, dass fast jeden Tag Hochbetrieb in dem kleinen Unternehmen am Rand des Kaiserbades Heringsdorf herrscht. 40 bis 50 Strandkörbe verlassen täglich die Korbfabrik, die gut 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat. Strandkörbe aus Heringsdorf stehen nicht nur an der deutschen Ostseeküste, sondern auch auf Sylt, in Polen, in den Schweizer Bergen, in Südafrika, Brasilien, den USA und in China.

Roland Schmidt, seit 31 Jahren im Unternehmen und heute für die Kalkulation in der Korbfabrik zuständig, erklärt beim Rundgang die verschiedenen Fertigungsbereiche. Holzmechaniker bohren die Unterstücke für die Bockseitenteile, in der Oberflächenbeschichtung werden die Einzelteile in Holzschutzlasur getaucht oder farbig gestrichen. Nebenan flechten Frauen und Männer die Hauben, bevor dann in der Endmontage der Strandkorb entsteht: Untergestell plus Haube, komplettiert durch Fußstützen und Seitenteile.

Die Heringsdorfer Strandkörbe stehen für die hohe Qualität deutscher Handarbeit. Das sieht man vor allem dem Klassiker an: Das Modell "Usedom" in der typischen geschwungenen Form des Ostseestrandkorbes (der Nordsee-Strandkorb kommt etwas eckiger daher). Blau-weiß gestreifte Polsterung, weiß gestrichenes Korbgeflecht, im Auftritt norddeutsch: frisch, maritim und dezentes Understatement.

Kathrin Bergmann hält einen großen Tacker in der Hand. Sie ist für die Polsterung zuständig. Routiniert verkleidet sie ein Holzteil nach dem anderen mit dem blau-weißen strapazierfähigen Stoff. Seit 15 Jahren ist sie im Unternehmen und stolz, dabei zu sein.  "Die Qualität muss stimmen, und die ist bei uns hoch", erklärt sie sachlich. Ins Schwärmen gerät sie allerdings beim Gedanken an einen besonderen Strandkorb: "Für mich war der große Strandkorb für den G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm etwas Besonderes. Wer da alles drin gesessen hat!" Roland Schmidt kann sich an den neunsitzigen G8er auch noch ganz genau erinnern: "Das war wirklich ein großartiger Auftrag. Da steckte viel Arbeit, viel Kreativität, viel Neues drin."

Bereit zur Auslieferung: 40 bis 50 Strandkörbe verlassen täglich die Korbfabrik in Heringsdorf.

Die Heringsdorfer Korbfabrik hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt an den Wünschen der privaten Kundschaft orientiert. Produktionsleiter Matthias Krüger: "Wir können unsere Strandkörbe in 14.000 Varianten liefern. Jeder Strandkorb ist ein Unikat. Das Edelholzgerüst kann in verschiedenen Lasurfarben ausgeführt werden. Wir haben unterschiedliche Flechtmaterialien, vom Rohrbast bis zum bunten Kunststoff. Dazu kommen über 150 verschiedene Stoffe für die Auskleidung. Wir können fast jeden Wunsch unserer Kunden erfüllen."

Die Wünsche der Kunden sind dabei auch außergewöhnlich. So bestellt das Landesmarketing Mecklenburg-Vorpommern hin und wieder einen Vierer-Strandkorb, der vor allem bei Veranstaltungen sehr gut ankommt. Die Heringsdorfer produzieren außerdem Strandkörbe mit Radio, Licht und Kühlschrank, mit Grill, Zapfhahn und Heizung. Sogar der Einbau von Massagesystemen ist möglich. Neben den normalen Modellen in Ost- und Nordsee-Format gibt es inzwischen auch kleinere für Kinder und sogar Haustiere. Besonders gut ins Ambiente der Ostseebäder passen die Riesen-Strandkörbe, die auch als Verkaufsstände genutzt werden.

Die Heringsdorfer Strandkörbe haben eine recht unterschiedliche Lebensdauer. Sie reicht von fünf bis acht Jahren bei den vermieteten Strandkörben und kann bis zu 30 Jahre betragen – auf der heimischen Terrasse oder im Garten. Gute Pflege vorausgesetzt.

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