Bild: Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Forschen für die Zukunft

In Wissenschaft und Forschung werden die natürlichen Stärken von Mecklenburg-Vorpommern vielfältig und nachhaltig genutzt. Das Land steht für Spitzenforschung, hervorragende Lehre und innovative Technologien. Nachhaltige Entwicklung ist dabei das Leitbild vieler Forschungsschwerpunkte mit internationaler Relevanz: Ostsee- und Küstenforschung, Ressourcen und Energieeffizienz, erneuerbare Energien, nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie sind Beispiele dafür.

Dies sieht man auch an dem geplanten Ocean Technology Campus in Rostock, der die Hansestadt in den kommenden Jahren zum führenden Standort der technologischen Unterwasserforschung machen wird. Darüber hinaus ist die weit verzweigte Wissenschaftslandschaft bestens vernetzt: inter- und transdisziplinär, international und im Ostseeraum. Die für MV typischen kurzen Wege kennzeichnen die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, den vielen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen. Dies schafft beste Voraussetzungen für den Transfer von Forschung in Wirtschaft und Gesellschaft.

Wendelstein 7-X  (IPP, Wolfgang Filser)

Max-Planck-Institut für Plasmaphysik

Im 725 Tonnen schweren Wendelstein 7-X des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Greifswald wird in internationaler Kooperation erforscht, wie man aus der Verschmelzung von Wasserstoffkernen Energie gewinnt – ähnlich den Prozessen in der Sonne. Ziel der Fusionsforschung ist es, ein klima- und umweltfreundliches Kraftwerk zu entwickeln. Die Fusionsanlage in Greifswald ist weltweit die größte und modernste ihrer Art. Aktuell haben die Forscher ein wichtiges Zwischenziel erreicht: Sie haben den Magnetkäfig, in dem das Fusionsplasma eingeschlossen werden soll, in der Anlage so optimiert, dass Energieverluste im Vergleich zu früheren Anlagen desselben Typs deutlich minimiert werden. Das IPP in Garching und Greifswald wird von der wissenschaftlichen Direktorin Prof. Dr. Sibylle Günter geleitet. Am Greifswalder Institut sind über 450 Mitarbeitende beschäftigt.

Max-Planck- Institut für Plasmaphysik

Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) erforscht Küstenmeere wie die Ostsee in einem interdisziplinären Ansatz, der die Biologie, Chemie, Physik und Geologie dieses Meeres umfasst. Umfangreiche Beobachtungsprogramme liefern die Grundlagen, um Wirkungszusammenhänge im Ökosystem zu verstehen. Innovative Messmethoden erlauben die Erfassung altbekannter Gifte wie DDT oder PCB, aber insbesondere der neuen Schadstoffe im Meer wie Glyphosat, Arzneimittelwirkstoffe, UV-Filter oder Mikroplastik. Mit Computermodellen werden Zukunftsszenarien erstellt, die die Reaktionen der Meere und ihrer Ökosysteme auf die intensive Nutzung durch die menschliche Gesellschaft oder auf den Klimawandel veranschaulichen.

Ostseeforschung Leibniz-Instiut

Widmet sich der der interdisziplinären Meeresforschung: das Leibniz-Institut für Ostseeforschung (Bild: Leibniz-Institut für Ostseeforschung)

IOW

Ostseeforschung am IOW (Bild: IOW)

In Einzelprojekten werden spezifische Problemfälle und mögliche Lösungen untersucht. Beispiele sind die projizierte Zunahme von gesundheitsschädlichen Vibrionen an unseren Stränden im Zuge der Klimaerwärmung oder die Frage, ob durch gezielte Maßnahmen die Kapazität der Meere zur Aufnahme von CO2 Ökosystem-verträglich erhöht werden kann, um die Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu unterstützen. So entsteht am IOW das notwendige Wissen für nachhaltiges Handeln zum Wohl der Ostsee.

Um die neuen Erkenntnisse an die nächste Generation von Meeresforschern und Meeresforscherinnen weiterzugeben, beteiligt sich das IOW an der universitären Lehre an den Universitäten Rostock und Greifswald.

Leibnitz-Institut für Ostseeforschung

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