Seebrücke (TMV Grundner)

Inselzauber

Die Inseln Rügen und Usedom im Osten des Landes Mecklenburg-Vorpommern sind perfekt für Urlaub und Genuss. Die Sonneninsel Usedom, malerisch gelegen in der Pommerschen Bucht, bietet unberührte Natur, saubere Luft, Seebrücken und Promenaden, kilometerlange Sandstrände und beeindruckende Bäderarchitektur.

Rügen – die größte Insel Deutschlands - besticht mit feinsandigen Stränden, mondänen Seebädern und imposanten Kreidefelsen. Eine beliebte Sehenswürdigkeit und ein gern besuchtes Ausflugsziel ist das Kap Arkona, eine 43 Meter hohe Steilküste im Norden der Insel. Gleich zwei Leuchttürme finden sich am Kap, darunter ein ehemaliger Marine-Peilturm. Vom Kap aus bieten sich unverfälschte Panoramablicke auf die Insel und die Ostsee. Einige Meter westlich vom Kap Arkona liegt die Königstreppe, die mit 230 Stufen 42 Meter Steilküste überwindet. Ein erster Steig wurde bereits Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut, als Rügen noch zu Schweden gehörte.

Baumkronenpfad

Baumkronenpfad auf Rügen (TMV / Gänsicke)

Wanderung Insel Hiddensee

Insel Hiddensee (Bild: TMV / Petermann)

Klein, aber fein

Gleich vor der Westküste Rügens liegt die kleine Schwesterninsel Hiddensee. Das autofreie Eiland ist knapp 17 Kilometer lang und misst an der schmalsten Stelle nur 125 Meter. Die nur per Fähre zu erreichende Insel, die der Form nach einem Seepferdchen ähnelt, wird von den Einheimischen liebevoll „söten länneken“ – süßes Ländchen – genannt. Theaterabende in der Seebühne, Konzerte und Lesungen im Gerhart-Hauptmann-Haus in Kloster oder im Reusenschuppen der Groot Partie in Neuendorf künden davon, dass Hiddensee seit langem als Insel der Kultur und besonders der Literatur gilt. Berühmte deutsche Autoren wie Gerhart Hauptmann liebten die Abgeschiedenheit der Insel, auf der er viele Sommer verbrachte. 1926 bezog Hauptmann sein „Haus Seedorn“, das noch heute besichtigt werden kann. Besonders interessant ist neben dem Weinkeller der eigens für den Dichter erbaute Kreuzgang, auf dem Hauptmann gern seine Texte diktierte.

Weltläufig und elegant sind die „Kaiserbäder" der Insel Usedom, genauer gesagt die Seeheilbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin. Wie die Perlen einer Kette reihen sie sich entlang der weißen Küste. Radfahrer und Spaziergänger schätzen den Blick auf die Weite des feinsandigen Strandes und der Ostsee. In den Kaiserbädern lebt die Bäderkultur des endenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Die im Stil der Bäderarchitektur errichteten Häuser erstrahlen in hellem Weiß, Giebel und stolze Säulen sind ein Blickfang. Inmitten schöner Parks und an den Strandpromenaden ragen herrschaftliche Villen im klassizistischen Stil auf.

Strand auf Usedom

Strand auf Usedom (Bild: Thomas Grundner)

Zur Sommerfrische fanden sich hier Berühmtheiten wie Theodor Fontane, Kurt Tucholsky sowie Thomas Mann ein. Ihre Bäderarchitektur macht Usedoms Seebadtrio Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin zu den architektonisch reizvollsten und geschichtsträchtigsten Badeorten Deutschlands. Alle drei Orte besitzen schöne Seebrücken, die bei Besuchern sehr beliebt sind, Heringsdorf mit 508 Metern Länge sogar die längste ihrer Art in Deutschland.

Seebrücke Ahlbeck

Seebrücke in Ahlbeck (Bild: TMV / Krauss)

Bäderarchitektur in Ahlbeck

Bäderarchitektur in Ahlbeck (Bild: TMV / Grundner)

Für aktive Erholung, Kultur und Sport ist in den Kaiserbädern gesorgt. Hier finden sich viele Top-Hotels mit modernen Spas und Wellnessbereichen. Familien mit Kindern wissen die bis zu 70 Meter breiten, weißen Ostseestrände zu schätzen, die ideal zum Sandburgenbauen geeignet sind. Eine besondere Attraktion von Heringsdorf ist Europas erster Kur- und Heilwald. Musik- und Kulturliebhaber kommen in den Kaiserbädern ebenfalls auf ihre Kosten, etwa beim Usedomer Musikfestival oder den Usedomer Jazztagen. Gerade in der Sommersaison finden in den Bädern unzählige Konzerte statt, unter anderem auf den drei Open-Air-Konzertbühnen der Kaiserbäder.

Das Hinterland von Usedom, das sogenannte Achterland, muss sich hinter den mondänen Seebädern nicht verstecken. Wer an der Ostsee Ruhe sucht, wird sie in der dörflichen Idylle des wald- und seenreichen Achterlands finden. Damit dies auch so bleibt, wurde die eindrucksvolle Natur der Insel Usedom und des Peenestromufers 1999 zum Naturpark erklärt. Beliebt ist auch ein Ausflug in die Hafenstadt Swinemünde (Świnoujście) in dem zu Polen gehörenden Ostteil von Usedom. Swinemünde ist durch die mit über 12 Kilometern längste Strandpromenade Europas mit den Kaiserbädern verbunden. Sie führt auch am Hotel Ahlbecker Hof vorbei, in dem bereits der österreichische Kaiser Franz Joseph I. übernachtet hatte.

Fischland-Darß-Zingst

Fischland Darß-Zingst (Bild: TMV / Allrich)

Inselzauber entfaltet sich auch auf Fischland-Darß-Zingst, einer 45 Kilometer langen Halbinsel an der Ostseeküste zwischen Rostock und Stralsund. Die atemberaubenden Natur- und Dünenlandschaften der Halbinsel werden von Wind und Wellen stets neu erschaffen, der weite freie Blick über das Meer ist einzigartig. Der Weststrand wird aufgrund seiner Wildheit und Abgeschiedenheit regelmäßig zu einem der schönsten Strände Deutschlands und Europas gekürt. Hier finden Naturfreunde ebenso wie Sportbegeisterte ihr Dorado, sogar im Winter, wenn der zugefrorene Bodden zum Eissegeln lockt. Im Herbst und Frühling ist die Hochsaison der Wanderer und Radfahrer. Durch das gut ausgebaute Rad- und Wanderwegenetz können sie die beliebten Ziele wie den urwüchsigen Darßwald und den Nationalpark „Vorpommersche Boddenlandschaft“ erkunden.

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