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Backstein trifft Moderne - das Stadtpanorama von Stralsund.

Die Kulturlandschaft im Land zum Leben kann sich sehen lassen: Weltklasse-Museen ziehen ebenso viele Besucher an, wie große Musikfestivals vor spektakulären Kulissen. Maritime Highlights laden Schiffsliebhaber und Nautikfans zum Staunen ein. Architektonisch schaffen die historische Backsteingotik sowie die zahlreichen Schlösser und Herrenhäuser ein spannendes Zusammenspiel von Tradition und Moderne.

MV als Kulturbühne

Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 haben sich die Festspiele MV zum drittgrößten Klassikfestival Deutschlands entwickelt. Von Juni bis September können Klassikfans große Stars und junge Nachwuchskünstler erleben. Als Spielstätten fungieren herrschaftliche Anwesen, prunkvolle Schlossparks, Backsteinkathedralen, Bauernscheunen, aber auch „unerhörte Orte“, wie Industriehallen, Fabriken oder Wissenschaftsstandorte. Der Festspielfrühling Rügen im März sowie die Advents- und Neujahrkonzerte in den Wintermonaten runden das Festspieljahr ab.

Inmitten der beeindruckenden Szenerie des Schweriner Residenzensembles inszenieren die Schlossfestspiele Schwerin jeden Sommer berühmte Opern- und Musicalklassiker. Im Schlossinnenhof werden seit 2018 berühmte Theaterstücke auf die Bühne gebracht. Pünktlich zum Herbstbeginn lädt das Usedomer Musikfestival zahlreiche nationale und internationale Stars auf die Sonneninsel Usedom ein.

Mit völlig unterschiedlichen Klängen locken jeden Sommer zahlreiche kleine und große Musikevents an die Strände, Seen und Flugplätze des Landes, darunter das Immergut Festival in Neustrelitz, das Airbeat One Festival in Neustadt-Glewe, das About You Pangea Festival in Pütnitz oder das Fusion Festival auf dem ehemaligen Militärflugplatz Lärz.

Vor der einzigartigen Kulisse der Naturbühne in Ralswiek auf Rügen findet das erfolgreichste Open-Air-Theater Deutschlands statt: die Störtebeker-Festspiele. Maritim geht es auch bei der Hanse Sail Rostock zu – dem größten jährlich stattfindenden Treffen von Traditionsseglern und Museumsschiffen der Welt. Bei Mitsegeltörns und Open-Ships erleben die Besucher, wie Seefahrer früher die Meere eroberten. Wer lieber an Land bleibt, kann vor einer der Bühnen mitfeiern oder sich auf dem mittelalterlichen Markt „Leben in der Hansezeit“ oder im „Piratendorf“ auf Zeitreise begeben.

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Musen und Museen

Die Ausstellungslandschaft in MV kann sich sehen lassen: Zwischen Ostsee, Müritz und Schaalsee finden sich attraktive Museen für Kunst, Kultur und Literatur.

Das Staatliche Museum Schwerin umfasst die Galerie Alte & Neue Meister sowie die ehemaligen Residenzschlösser des mecklenburgischen Fürstenhauses in Schwerin, Güstrow und Ludwigslust. In der Galerie Alte & Neue Meister ist eine der hochrangigsten europäischen Sammlungen niederländischer Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts zu sehen, darunter Werke von Rubens, Rembrandt, Jan Brueghel d. Ä. und Frans Hals. Besonderes Highlight ist die deutschlandweit größte Sammlung von Werken Marcel Duchamps. Im 2016 eröffneten Neubau hat die Kunst nach 1945 einen dauerhaften Platz gefunden. Spektakulär ist darin vor allem die Sammlung des 1930 in Mecklenburg geborenen Künstlers Günther Uecker.

Das Pommersche Landesmuseum Greifswald lockt mit Werken des berühmtesten Sohnes der Stadt, dem Maler der Romantik Caspar David Friedrich, sowie weltbekannten Gemälden von Phillipp Otto Runge, Franz Hals und anderen. Die Sammlung des Kunstmuseums Ahrenshoops umfasst unter anderem Werke der Gründergeneration der Künstlerkolonie Ahrenshoop sowie Werke der klassischen Moderne. Die Kunsthalle Rostock zeigt zeitgenössische Kunst. 1969 eröffnet, ist sie der einzige Neubau eines Kunstmuseums in der ehemaligen DDR.

Die Natur MVs war und ist nicht nur Rückzugsort und Inspirationsquelle für Maler, sondern auch für Schriftsteller. Dies lässt sich besonders eindrucksvoll in deren ehemaligen Häusern nachvollziehen, die heute als Museum eingerichtet sind, wie das Geburtshaus von Fritz Reuter in Stavenhagen oder im Wohnhaus Hans Falladas in Carwitz. Weiterhin geben die Ausstellungen im Uwe-Johnson-Literaturhaus im Klützer Winkel oder im Gerhard-Hauptmann-Haus auf Hiddensee einen lebendigen Eindruck vom Wirken dieser Künstler.

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Großartige Erlebniswelten – Natur- und Technikmuseen in MV

MV begeistert junge Naturforscher (und ihre Eltern und Großeltern). Faszinierende Ausstellungen zeigen die artenreiche Natur- und Tierwelt an Küste und Seenplatte, veranschaulichen technische Zusammenhänge auf innovative Weise und ermöglichen einen grandiosen Blick in die Vergangenheit unseres Planeten und der Menschheit selbst.

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund ist das größte Naturkundemuseum Norddeutschlands. Mit dem Ozeaneum wurde es um eine Ausstellung reicher. 7.000 Tiere in 40 Meerwasseraquarien beherbergt der imposante Neubau. Im größten Aquarium, dem Schwarmfischbecken, ziehen hunderte Heringe und Makrelen an den Augen der Besucher vorbei. Die vielen verschiedenen Facetten der Müritz – dem größten See, der vollständig innerhalb Deutschlands liegt – und der Müritz-Region zeigt die Erlebnisausstellung des Müritzeums in Waren.

Die interaktive Ausstellung des phantechnikum in Wismar bietet Technik zum Anfassen und Mitmachen. Verschiedenste Exponate und Modelle veranschaulichen den Besuchern die technische Evolution. Dem Leben und Schaffen des Flugpioniers Otto Lilienthal kann man heute im nach ihm benannten Museum in Anklam nachspüren. Dort werden Fotos, Modelle und Nachbauten vieler verschiedener Flugapparate gezeigt. Im Darwineum im Rostocker Zoo unternehmen Besucher eine spektakuläre Zeitreise durch 500 Millionen Jahre Evolutionsgeschichte.

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Weitere Infos – Natur- und Technikmuseen

Architektur

MV ist ein Land mit einer reichen und wechselvollen Geschichte, die zahlreiche kulturhistorisch bedeutsame Bauten hervorgebracht hat. Im 12. Jahrhundert trat der Backstein im Norden seinen Siegeszug an: Es entstanden Klöster, Dome und ganze Stadtviertel aus den gebrannten Lehmziegeln. Wahre Kostbarkeiten sind auch die spätmittelalterlichen Rats- und Bürgerhäuser, die der Wohlstand der hanseatischen Kaufleute mit sich brachte: Die Hansestädte Wismar und Stralsund zählen deshalb seit 2002 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Das Land zum Leben ist außerdem bekannt für seine über 2.000 Schlösser und Herrenhäuser. Viele von ihnen sind mit klangvollen Namen verbunden: So ist etwa Schloss Mirow der Geburtsort von Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, der späteren Königin von Großbritannien und Irland. Die prächtigen Gebäude sind oft von sehenswerten Gärten und Parkanlagen umgeben. Der Park des barocken Schloss Ludwigslust gilt mit seinen Wasserspielen, Gartenarchitekturen und dendrologischen Besonderheiten als eine der schönsten Anlagen in Norddeutschland.

Ein neues Kapitel der Architekturgeschichte des Landes begann, als die heilende Wirkung von Salzwasser und Ostseeklima entdeckt wurde. 1793 gründete Herzog Friedrich Franz I. von Mecklenburg-Schwerin in Heiligendamm das erste deutsche Seebad. Der Fremdenverkehr in den Küstengebieten entwickelte sich rasch und der „Weißen Stadt am Meer“ folgten bald neue, elegante Seebäder.

Kreativität und Qualität bestimmen auch das Bauschaffen des 20. und 21. Jahrhunderts. Besonders gelungene Bauwerke der Gegenwart würdigt das Land MV durch die Vergabe eines Landesbaupreises. Mit diesem wurde 2014 unter anderem der Neubau des Kunstmuseums Ahrenshoop ausgezeichnet – eine zeitgemäße Interpretation der regionalen Bautradition rohrgedeckter Fischerkaten.

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Gedenkstätten

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat an vielen Orten in Mecklenburg-Vorpommern Spuren hinterlassen. Die meisten Gedenkstätten in MV erinnern an die dunkelsten Jahre der deutschen Geschichte, wie das von der NS-Organisation „Kraft durch Freude“ (KdF) für 20.000 Urlauber geplante Seebad in Prora auf Rügen oder die Heeresversuchsanstalt Peenemünde. Hier gelang im Oktober 1942 einer der spektakulärsten und zugleich gefährlichsten technischen Durchbrüche des 20. Jahrhunderts: der weltweit erste Start einer Rakete ins All.

Die unter der wissenschaftlichen Leitung Wernher von Brauns in Peenemünde entwickelte A4 gilt heute als Vorläufer aller militärischen und zivilen Trägerraketen. (Bild: TMV/Bernt Hoffmann)

Andere Orte in MV erzählen von der sowjetischen Besatzungszeit und vom Leben in der DDR, wie das von der Regierung errichtete „sozialistische Dorf“ Mestlin. Der einst kleine Ort wurde in den 1950er Jahren mit wuchtigen stalinistischen Bauten versehen, wie man sie sonst nur in der städtischen Architektur „sozialistischer Prachtstraßen“ findet. Vom Alltag an der innerdeutschen Grenze berichtet das Grenzhus in Schlagsdorf, das zunächst der Unterbringung von Flüchtlingen, dann als Schulgebäude und später als Kindergarten diente.

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Weitere Infos – Gedenkstätten

Gedreht in MV

Viele Orte in MV strahlen eine besondere Faszination aus. Manches Dorf liegt verträumt in der weiten Landschaft und die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Anderen Orte, wie das futuristische Ozeaneum in der Hansestadt Stralsund, bieten ein modernes Bild. Diese Gegensätze begeistern auch Filmemacher, Autoren, Produzenten und Regisseure, die zunehmend das Filmland MV entdecken.

Besonders beliebt ist MV bei Krimiproduzenten. In Stralsund, Rostock und auf Usedom werden die Publikumserfolge „Stralsund“, „Polizeiruf 110“ sowie der „Usedom-Krimi“ gedreht. Auch die Vorabendserie „SOKO Wismar“ ermittelt seit 2004 in MV und widmet sich auf ihre ganz eigene Art und Weise den großen und kleinen Fällen rings um die traditionsreiche Hansestadt Wismar.

Jedes Jahr im Mai wird in der Landeshauptstadt Schwerin der rote Teppich ausgerollt und es heißt wieder: Film ab! Dann präsentiert das Filmkunstfest MV die besten deutschsprachigen Filme des Jahres in den vier Wettbewerbskategorien Spiel-, Kurz-, Jugend- und Dokumentarfilm. Unter dem Label „gedreht in MV“ werden Filme vorgestellt, die sich thematisch mit MV beschäftigen oder im Land gedreht wurden.

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