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Basketball-Mannschaft Rostock Seawolves
Theo Brackmann und Nicolas Buchholz mit ihrer Mannschaft, den Rostock Seawolves. (Bild: Claas Abraham)

Theo Brackmann und Nicolas Buchholz sind 16 Jahre alt, Schüler und spielen bei den Rostock Seawolves in der Zweiten Basketball- Bundesliga. Die beiden fast Zwei-Meter-Männer arbeiten diszipliniert an ihrem großen Wunsch: Profi-Basketball. Was ihnen das bedeutet und was sie an Rostock und MV so mögen, verraten sie im Strandkorbgespräch.

Wie kommt man zum Basketball?

Theo: In der vierten Klasse gab es mal ein Schnuppertraining. Basketball hat mir Riesenspaß gemacht, direkt von Anfang an.

Nicolas: Ich war zuerst beim Fußball. Dann habe ich mich leider verletzt. Anschließend kam mein Onkel zu uns, und er hat mich für Basketball begeistert. Als dann in der Zeitung nach neuen Spielern gesucht wurde, habe ich michangemeldet und das hat mega viel Spaß gemacht.

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Was ist der Kick am Basketball?

Theo: Basketball ist das Spiel der Läufe. Mal ist ein Team mit 20 Punkten vorne, drei Minuten später wieder das andere Team. Das ist einfach der Kick: die Schnelligkeit, der Wechsel von Angriff zu Verteidigung und die Kommunikation.

Nicolas: Für mich ist der persönliche Kick die dauerhafte Action, was es nicht in vielen Sportarten gibt. Das ganze Spiel ist was los. Und das macht es einfach zu einem wundervollen Sport.

Was ist euer Ziel für die Zukunft?

Theo: Der Traum ist natürlich Profi-Basketball hier in Rostock.

Nicolas: Mein Traum ist schon seit Längerem, dass ich die ganze Zeit in Rostock Basketball spiele und da auch professionell bin, ohne irgendwo anders gespielt zu haben.

Wie oft trainiert ihr dafür?

Theo: Ich trainiere zwei bis drei Mal am Tag. Ich bin auf dem CJD Rostock, das ist eine Sportschule. Ich gehe auch in die Sportlerklasse und da kriegt man das eigentlich relativ gut unter einen Hut mit Sport und Schule. Aber man muss natürlich diszipliniert bleiben.

Als Rostocker für Rostock spielen, ist das ein besonderes Gefühl?

Nicolas: Das ist ein besonderes Gefühl, dass ich schon mein ganzes Leben in Rostock bin, und ich versuche auch weiterhin, hier meinen Traum zu erfüllen und professionell Basketball zu spielen.

Ihr seid eine internationale Mannschaft: Was ist das für ein Gefühl, in einer Mannschaft zu spielen, die aus so vielen Nationen besteht?

Nicolas: Es ist immer wieder interessant, mit Freunden aus neun Nationen zusammenzuspielen. Englisch ist hieram meisten angesagt. Zum Anfang war es ein bisschen schwierig, aber mittlerweile sprechen wir das eigentlich jeden Tag.

Nicolas Buchholz (*19.11.2001) spielt mit der Trikotnummer 11 auf der Position des Shooting Guards. Er geht auf eine katholische Schule in Rostock. Theo Brackmann (*07.11.2001) hat die Trikotnummer 30. Bei den Seawolves ist er Power Forward. Im vergangenen Jahr stand er zudem im U16-Nationalkader.

Wenn du mal woanders bist, was erzählst du dann über MV?

Nicolas: Ich würde schon sagen, dass MV sehr schön ist. Und man kann viel erleben. Rostock ist dabei natürlich das Größte in MV. (lacht)

Was ist denn Rostock für dich als Stadt? Und wie war das für dich, von Tessin nach Rostock zu kommen?

Theo: Für mich als Kind war Rostock immer die Riesenstadt, weil Tessin nur 3.000 Einwohner hat, da kennt wirklich jeder jeden. Jetzt bin ich hier und merke, sie ist auch wunderschön und eher klein, wenn man sie mit Städten wie Berlin oder so vergleicht. Aber es ist wundervoll hier – mir gefällt es. Man kennt viele Leute auf den Straßen, man erkennt immer jemanden. Und der Strand ist wundervoll. Im Sommer bin ich fast jeden Tag da. Rostock ist einfach eine schöne Stadt.

Die Leute denken immer an Strand und Ostsee. Gibt es was, wo du sagst: Aber daran denkt immer keiner, obwohl wir das auch haben?

Theo: Wenn man an Rostock denkt, denkt man immer an Hansa, aber wir haben auch ganz viele andere gute Sportclubs. Auch Handball: Der SC Empor. Und wir: die Seawolves.

Nicolas: Ich würde dazu noch sagen, dass der Stadthafen sehr schön ist. Vor allem, wenn da der Weihnachtsmarkt ist. Das ist ein riesiges Gelände, man könnte das schon mit dem Weihnachtsmarkt in Berlin vergleichen.