Freiwilliges Ökologisches Jahr
Interesse an Natur, Umwelt und viel Bewegung an der frischen Luft? Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) eröffnet neue Blickwinkel und stärkt die persönlichen Kompetenzen. Vielleicht öffnet sich auch eine Tür zum späteren Beruf im Natur- und Umweltschutz.

Praxis im Umwelt- und Naturschutz sammeln - Start ist am 1. September des Jahres
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es zwei Träger, bei denen das FÖJ absolviert werden kann: die Jugendwerk Aufbau Ost gGmbH sowie der Internationale Bund e.V. Die Freiwilligenzeit dauert mindestens sechs, normalerweise zwölf Monate. Das Jahr beginnt jeweils am 1. September. Es umfasst die Arbeit in Einrichtungen des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Umweltbildung, den sogenannten Einsatzstellen. Außerdem gehören fünf jeweils einwöchige Seminare zur Programm. Diese dienen auch dazu, Erfahrungen auszutauschen. Zum FÖJ gehören zudem Exkursionen, Projekte und Fachvorträge zum Umwelt- und Naturschutz, aber auch zur Berufs- und Lebensorientierung. Pädagogisch geschulte Betreuerinnen und Betreuer der Trägervereine beraten die FÖJler fachlich und individuell.
Die Freiwilligen erhalten ein monatliches Taschengeld sowie Zuschüsse zu Unterkunft und Verpflegung. Mögliche Einsatzgebiete sind die Biotop-, Gewässer- und Tierpflege, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit, technischer Umweltschutz, Forst und Landwirtschaft.
Voraussetzungen
Ein FÖJ können junge Menschen absolvieren, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, aber noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben. Besondere Schulabschlüsse oder Qualifikationen sind nicht erforderlich.
Einsatzstellen
Mögliche Einsatzstellen sind zum Beispiel:
- National- und Naturparke
- Umweltverbände
- Zoologische Gärten
- Tierschutzvereine, Tierauffangstationen und Reiterhöfe
- Naturschutzstationen und -zentren
- Landschaftspflegeverbände, Wasser- und Bodenverbände
- Staatliche und kommunale Ämter für Umwelt- und Naturschutz, Forstämter
- Biobauernhöfe, Gärtnereien
- Einrichtungen des technischen Umweltschutzes, Unternehmen
- Umweltbildungseinrichtungen wie Jugendwaldheime, Schullandheime, Schulgärten, Jugendherbergen, Naturschutzstationen und Museen
Praxis bringt Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter
Eigene Ideen ausprobieren, seine Vorstellungen überprüfen, Themen und Perspektiven von Umwelt, Natur und Klimaschutz besser kennenlernen: Die neu gewonnenen Einsichten und die gesammelte Praxis bringen einen persönlich weiter und helfen bei der Berufsorientierung. Die Chancen auf einen Ausbildungs-, Arbeits- oder Studienplatz können sich erhöhen. Für ökologisch orientierte Berufs- oder Studienrichtungen kann das FÖJ als Vorpraktikum anerkannt bzw. als Wartezeit angerechnet werden. Der Träger bescheinigt die Teilnahme und kann ein Zeugnis ausstellen.
Leistungen
Alle Teilnehmenden erhalten:
- ein monatliches Taschengeld und weitere Zuschüsse zum Lebensunterhalt,
- die volle Sozialversicherung (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung),
- 26 Urlaubstage im Zeitraum eines zwölfmonatigen FÖJ,
- kostenlose Teilnahme an den Seminarwochen,
- Praktika und Seminare und eine
- Betreuung durch Einsatzstelle und Träger.
Bewerbungen
Von Februar bis Ende Mai können Bewerbungen eingereicht werden. Auch später eingehende Bewerbungen können noch berücksichtigt werden, sofern ein Platz frei ist.
Zur Bewerbung gehören:
- ein Bewerbungsschreiben mit Bewerbungsgrund und Interessenbenennung,
- ein tabellarischer Lebenslauf,
- ein Passbild und
- eine Kopie vom letzten Zeugnis.
Die Bewerbungen sollen bei folgenden Trägervereinen eingereicht werden:
Kontakt
FÖJ - Regionalbüro Greifswald des Jugendwerks Aufbau Ost gGmbh
FÖJ-Regionalbüro Waren der Jugendwerk Aufbau Ost gGmbH - Haus des Gastes
Internationaler Bund e.V.
Förderung
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell fördert die pädagogische Begleitung des FÖJ. Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern trägt alle weiteren Kosten, vor allem die Leistungen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aus dem Europäischen Sozialfonds.