Kommunale Zusammenarbeit mit der Ukraine und Hilfe

Das Land Mecklenburg-Vorpommern setzt jährlich 100.000 Euro zur Entwicklung der Regionalpartnerschaft mit der ukrainischen Region Tschernihiw ein und fördert damit auch neue Städtepartnerschaften in Tschernihiw.

Partnerschaften und Zusammenarbeit

Kommunale Zusammenarbeit zwischen den Regionen und mit der Ukraine allgemein

Im Juni 2025 hat die Stadt Grevesmühlen als erste Kommune in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Memorandum die Grundlage für eine Zusammenarbeit mit der Stadt Itschnja in der Region Tschernihiw geschaffen. Am 6. Oktober 2025 beschloss die Stadtvertretung von Grevesmühlen, eine Städtepartnerschaft mit Itschnja zu schließen. Während in Mecklenburg-Vorpommern auch die Hansestädte Greifswald und Wismar über partnerschaftliche Beziehungen zu ukrainischen Städten verfügen, ist dies die erste Kommunalpartnerschaft im Rahmen der Regionalpartnerschaft (und gleichzeitig die 250. deutsch-ukrainische kommunale Partnerschaft). Das Europa-Ministerium Mecklenburg-Vorpommern berät alle Kommunen des Landes in Fragen der kommunalen Zusammenarbeit mit der Ukraine und unterstützt Grevesmühlen und Itschnja im Rahmen der Regionalpartnerschaft.

Europaministerin Bettina Martin hat am 19. Juni 2025 eine Delegation aus der ukrainischen Stadt Itschnja und Vertreterinnen und Vertreter aus der Stadt Grevesmühlen empfangen. Einen Monat zuvor hatten beide Städte in Itschnja ein Memorandum über ihre Zusammenarbeit unterzeichnet. 

Unterstützung bei Transporten in die Partnerregion durch Übernahme von Transportkosten

Neben der begleitenden Beratung und Unterstützung durch die Landesregierung bei der Anbahnung und Belebung von Kommunalen Partnerschaften zwischen Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern und Kommunen in der Ukraine allgemein, unterstützt das Land die Lieferung von Hilfsgütern an die Partnerkommunen in Tschernihiw durch die Übernahme der Transportkosten. So konnten beispielsweise im November 2025 und im September 2026 Transporte von ausgesonderten Hilfsfahrzeugen und weiteren humanitären Gütern von Grevesmühlen nach Itschnja bezahlt werden. 

Noch vor Abschluss der Regionalpartnerschaft mit Tschernihiw gab es im Jahr 2023 diverse humanitäre Hilfsgütertransporte vor allem in die vom Krieg stark betroffene Region Charkiv. Unter anderem wurden medizinische Produkte, Hygienartikel, Hilfsmittel zur Unterstützung der Bevölkerung bei Stromunterbrechung wie Powerbanks und Generatoren, Spenden von Krankenhausequipment und Schulausstattungen beschafft und ausgeliefert.

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