Starke Quartiere, faire Preise
Bezahlbarer Wohnraum ist keine Selbstverständlichkeit mehr in Mecklenburg-Vorpommern. Hohe Mieten und knappe Wohnungen in den Städten stehen Leerständen im ländlichen Raum gegenüber. Verschiedene Maßnahmen helfen bei der Bewältigung dieser Aufgaben und halten Zuhause für alle.

Instrumente für den Wohnmarkt
Damit Wohnen in Mecklenburg-Vorpommern bezahlbar bleibt, etablierte das Ministerium für Inneres, Bau und Digitalisierung verschiedene Instrumente. Die Wohnraumförderung bildet dabei eine zentrale Säule. Diese zielt auf die Verbesserung der Wohnraumqualität und garantiert sozial verträgliche Mietpreise. Von dieser Unterstützung profitieren alle Personen mit dem Wunsch nach neuem Wohnraum oder der Modernisierung bestehender Gebäude.
Je nach Vorhaben stehen zinsfreie Darlehen, finanzielle Zuschüsse oder ein teilweiser Erlass der Rückzahlung zur Verfügung. Ein besonderer Fokus liegt auf barrierefreiem Wohnraum. Dieser ermöglicht jungen Familien sowie älteren oder eingeschränkten Menschen die volle gesellschaftliche Teilhabe. Ergänzend dazu widmet sich das Programm „Junges Wohnen“ der Zukunft. Als Teil des Neubauprogramms „Wohnungsbau Sozial“ fördert es die Schaffung und Sanierung von Wohnheimen für Studierende und Auszubildende.
In Städten mit besonders hoher Nachfrage greift zusätzlich die Mietpreisbremse als regulierende Maßnahme. In Rostock und Greifswald darf die Miete bei Neuvermietungen maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Bei laufenden Mietverträgen ist die Erhöhung innerhalb von drei Jahren auf maximal 15 Prozent begrenzt. Dies hilft bei dem Verbleib der Bewohnerinnen und Bewohner in ihren vertrauten Vierteln.
Strategien gegen soziale Entmischung
Bezahlbares Wohnen ist entscheidend für gute Lebensqualität. Egal ob für die Familiengründung, das Rentenalter oder Menschen mit Behinderung. Es braucht lebendige Stadtteile, in denen alle Menschen gut zusammenleben können. Damit MV eine starke Gemeinschaft bleibt.
Denn schon heute zeigt sich in manchen Städten eine soziale Entmischung. Die sogenannte Segregation. Ein Prozess, bei dem sich bestimmte Bevölkerungsgruppen in einzelnen Vierteln ansiedeln. Das kann aufgrund des Einkommens, des Alters, der Herkunft oder des sozialen Status sein. Eine unschöne Entwicklung. Denn gemischte Quartiere sind attraktiver und wirken so auch auf die Mietpreise.
Ein Fokus liegt auf barrierefreiem Wohnraum. Dieser ermöglicht jungen Familien sowie älteren oder eingeschränkten Menschen die volle gesellschaftliche Teilhabe. Ergänzend dazu widmet sich das Programm „Junges Wohnen“ der Zukunft. Im Zusammenspiel mit der Wohnraum- und Städtebauförderung soll auch in teuren Vierteln bezahlbarer Wohnraum entstehen. Denn trotz der bisherigen Maßnahmen nimmt die Entmischung zu. Mit Modellprojekten und finanzieller Unterstützung soll MV aber auch zukünftig ein Ort bleiben, an dem sich jeder ein Zuhause leisten kann.
Starke Netzwerke für neue Projekte
Wer neuen Wohnraum schafft oder bestehende Häuser modern umbaut, benötigt verlässliche Partner. Das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übernehmen diese Rolle. Beide Stellen vergeben die Mittel von Land und Bund für preiswertes Wohnen. Dies macht sie zu wichtigen Ansprechpartnern für Bauherren, Wohnungsbaugesellschaften sowie kommunale und private Investoren.
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FAQ
Eigentümer und Bauherren können beispielsweise über die Wohnraumförderung sowie die Neubauprogramme „Wohnungsbau Sozial“ und „Junges Wohnen“ Unterstützung erhalten. Davon profitieren auch Mieterinnen und Mieter direkt, weil so neuer bezahlbarer Wohnraum entsteht.
In besonders beliebten Gebieten wie Rostock und Greifswald gilt die Mietpreisbremse. Bis 2028 schützt diese vor hohen Mietkosten. Neue Verträge dürfen maximal 10 Prozent teurer als die ortsübliche Miete sein. Bei bestehenden darf der Preis in drei Jahren um maximal 15 Prozent steigen.
Mit Initiativen wie „Zukunft Wohnen“ unterstützt Mecklenburg-Vorpommern die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Auch in teureren Vierteln. Zusätzlich soll das Wohngeld den Verbleib in heimischen Gegenden sichern, auch wenn die Preise angestiegen sind.
In Mecklenburg-Vorpommern erhalten Bauherren und Investoren Förderungen für soziale oder barrierearme Mietwohnungen, Eigentümer für Modernisierung, Sanierung oder barrierefreien Umbau. Mieter profitieren über Wohnberechtigungsscheine und das Wohngeld als Miet- oder Lastenzuschuss.
Zuständigkeit
Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern
Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern
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