Familie und Gesellschaft – Land zum Wachsen

Aktiv und selbstbestimmt im Alter

Seniorinnen und Senioren sind die größte Bevölkerungsgruppe in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landesregierung stärkt ihre Teilhabe und Selbstständigkeit durch gezielte Maßnahmen. Erfahren Sie hier mehr über moderne Seniorenpolitik im Land.

Wohnen im Alter: Selbstbestimmt in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern gehört mit einem Durchschnittsalter von 48,1 Jahren (Stand 2024) zu den ältesten Regionen Deutschlands. Diese demografische Entwicklung erfordert vorausschauende Strukturen, um ein gutes Leben im hohen Alter zu sichern. Das Ministerium für Soziales, gesundheit und Sport setzt sich deshalb gezielt dafür ein, die Teilhabe und Selbstständigkeit der älteren Generation zu stärken.

Für die meisten Seniorinnen und Senioren steht der Wunsch im Vordergrund, so lange wie möglich in der eigenen Wohnung und der gewohnten Umgebung zu bleiben. Dort sichern soziale Bindungen, feste Abläufe sowie lokale Angebote wie Seniorentreffs oder Sportgruppen die Lebensqualität.

Das Land unterstützt diesen Wunsch durch eine spezialisierte Landesfachstelle für Wohn- und Digitalisierungsberatung. Das Angebot ist professionell, unabhängig sowie kostenfrei und umfasst:

  • Beratung zur passgenauen Umrüstung der eigenen Häuslichkeit.
  • Informationen über alternative Wohnformen bei Pflegebedarf, Demenz oder Behinderung.
  • Unterstützung für ein sicheres und komfortables Leben in jeder Lebensphase.

Aktiv im Alter: Ehrenamt und Engagement

Der Ruhestand ist in Mecklenburg-Vorpommern keineswegs gleichbedeutend mit Stillstand. Viele Seniorinnen und Senioren bringen ihr wertvolles Wissen und ihre Lebenserfahrung aktiv in das Ehrenamt, die Nachbarschaftshilfe oder die Politik ein. Freiwilliges Engagement bietet dabei ideale Möglichkeiten, sich gesellschaftlich einzubringen und neue Netzwerke zu knüpfen.

Ein Erfolgskonzept im Land sind die SeniorTrainerinnen und SeniorTrainer. Seit 2002 haben bereits über 800 Menschen in Mecklenburg-Vorpommern diese spezielle Ausbildung durchlaufen. Sie sind vielseitig aktiv:

  • Als Vorlesepaten in Kindertagesstätten oder Integrationshelfer.
  • Als Wunschgroßeltern oder Begleiter in Schul-Nähstübchen.
  • In generationenübergreifenden Gartenprojekten und beratenden Tätigkeiten vor Ort.

Wer auf der Suche nach einer erfüllenden Aufgabe ist, findet kompetente Beratung bei den regionalen MitMachZentralen oder der Ehrenamtsstiftung MV. Die Mitarbeiter kennen den lokalen Bedarf und vermitteln passende Angebote.

Für langjähriges Engagement gibt es seit kurzem eine besondere Form der Anerkennung: die goldene EhrenamtsKarte MV. Personen, die sich seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich einbringen, profitieren damit landesweit von zahlreichen Rabatten und Ermäßigungen bei verschiedenen Partnern.

Digital im Alter: Souverän im Netz in Mecklenburg-Vorpommern

Digitale Kompetenzen sind der Schlüssel zu einer aktiven Lebensgestaltung – ob für Nahverkehrs-Apps, virtuelle Arztbesuche oder den Video-Call mit der Familie. Besonders bei eingeschränkter Mobilität eröffnen Smartphone, Tablet und PC neue Wege der Teilhabe.

SilverSurfer: Von Senioren für Senioren Um Berührungsängste abzubauen, fördert das Land Mecklenburg-Vorpommern die SilverSurfer-Kurse. Jährlich lassen sich rund 80 ehrenamtliche Seniorinnen und Senioren zu Technikbotschaftern ausbilden. Ihr Ziel: Altersgenossen den sicheren Umgang mit digitaler Technik zu vermitteln.

Wer Unterstützung sucht, kann die vielfältigen Angebote der SilverSurfer nutzen:

Mecklenburg-Vorpommern ist zudem Partner im bundesweiten DigitalPakt Alter. In diesem sektorenübergreifenden Bündnis arbeiten Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam daran, die digitalen Fähigkeiten älterer Menschen zu stärken. Eine Übersicht über verschiedene digitale Angebote im Land finden Interessierte direkt beim DigitalPakt Alter.

Gemeinsam statt einsam: Strategien für Mecklenburg-Vorpommern

Einsamkeit im Alter ist eine ernsthafte Herausforderung für das Wohlbefinden und die Gesundheit. Aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte, einer der bundesweit höchsten Altersstrukturen und vieler alleinlebender Menschen steht Mecklenburg-Vorpommern hier vor besonderen Aufgaben. Um dem entgegenzuwirken, hat das Sozialministerium den Runden Tisch gegen Einsamkeit im Alter ins Leben gerufen.

Konkrete Maßnahmen in „Pantoffelnähe“: Der nun vorliegende Abschlussbericht bündelt Ideen und Maßnahmen, die den sozialen Austausch fördern und Teilhabe barrierefrei ermöglichen. Ein zentraler Ansatz sind kostenfreie Angebote in „Pantoffelnähe“ direkt vor Ort, die nichts kosten und zum Verweilen einladen:

  • Begegnungsorte: Seniorentreffs, Mehrgenerationenhäuser und Bibliotheken.
  • Alltagsdialoge: „Plauderbänke“ in Parks oder „Plauderkassen“ im Einzelhandel.
  • Sozialraumgestaltung: Angebote, die einfach vom Wohnort aus erreichbar sind.

Mehr als 60 Akteure, darunter Seniorenverbände und -beiräte, haben an dem Bericht mitgewirkt. Sie erarbeiteten praxisnahe Vorschläge für die kommunale Umsetzung in fünf Schwerpunktthemen:

  1. Wohnformen und Wohnumfeld
  2. Digitale Medien und Öffentlichkeitsarbeit
  3. Ehrenamt der Generation 60 plus
  4. Übergang in die nachberufliche Lebensphase
  5. Psychische Gesundheit im Alter

Laden...

Laden...

Laden...

Laden...

FAQ

Zuständigkeit

Hausanschrift

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Werderstraße 124, 19055, Schwerin, DEpoststelle@sm.mv-regierung.de+49 385 5880+49 385 58819700

Laden...