Gesunder Wald – gesundes Klima
Forst und Jagd tragen maßgeblich zur Gesundheit unserer Wälder bei und sichern so die Natur und Artenvielfalt.

Mit ca. 558.000 Hektar nimmt der Wald rund 24 Prozent der Landesfläche ein. Damit gehören wir zwar zu den waldarmen Ländern Deutschlands, doch die Wälder dienen der Urlaubsregion Mecklenburg-Vorpommern als Erholungsort für den Menschen. Der Wald leistet einen unschätzbaren Beitrag zum Klimaschutz. So werden im Holz der Bäume über 150 Millionen Tonnen Kohlendioxid gebunden.
Der Schutz des Waldes und seine Mehrung sind deshalb eine vordringliche Aufgabe. Seit 1990 wurde jedes Jahr 500 bis 1.000 ha nicht standortgerechte, instabile reine Nadelbaumbestände in ökologisch stabile Laubmischwälder umgewandelt. Dabei wurden verstärkt einheimische Arten wie Buchen und Eichen angepflanzt.
Als oberste Forstbehörde kann das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt durch Rechtsverordnung Wald zu Schutzwald und zu Erholungs-, Kur- oder Heilwald erklären.
Aber auch das wirtschaftliche Potential des Waldes ist groß: So hat die Forst- und Holzwirtschaft einen Anteil von über 5 Prozent am Umsatz der Gesamtwirtschaft und über 13 Prozent am Umsatz des produzierenden Gewerbes im Bundesland. Mit ca. 1,7 Mrd. Euro Umsatz ist diese Branche vergleichbar mit dem Fahrzeugbau sowie umsatzstärker als zum Beispiel die Metallindustrie und der Maschinenbau. Etwa 15.000 Menschen beziehen ihr Einkommen unmittelbar aus der Wertschöpfungskette Wald und Holz.
Der jährliche Holzeinschlag beträgt im Durchschnitt etwa 2,0 Mio. Festmeter. Damit könnte der Bedarf der heimischen Holzindustrie theoretisch zu 56 Prozent gedeckt werden.

Im Zusammenhang mit einer Fördermaßnahme wird ein Waldweg vermessen.
Forstpolitik
Der Wald nutzt dem Menschen in vielfältiger Weise: Er ist zum einen Arbeitsplatz, Einkommensquelle, Erholungsraum und Refugium für Tiere und Pflanzen. Zum anderen leistet der Wald einen wichtigen Beitrag zum Wasserhaushalt, zur sauberen Luft und zum Klimaschutz.
Die Forstpolitik sichert die Funktionen des Waldes nachhaltig und strebt einen Ausgleich der verschiedenen Interessen an. Diesem Ziel dient unter anderem das Landeswaldprogramm und ein Informations-, Beratungs- und Anreizsystem (Angebote zur Waldpädagogik, Öffentlichkeitsarbeit, fachliche Beratung und Betreuung und finanzielle Förderung) sowie ordnungsrechtliche Maßnahmen (Forstaufsicht, forstbehördliche Verwaltungsverfahren). Das Ministerium setzt als oberste Forstbehörde das Landeswaldgesetz um und leitet die unteren Forstbehörden der Landesforstanstalt und der Nationalparkverwaltungen an.
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Nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz
Holzmarktpolitik
In Mecklenburg-Vorpommern werden jährlich zwischen 1,5 und 2 Millionen Kubikmeter Rohholz geerntet und verkauft. Das Rohholz wird stofflich verarbeitet (Säge-, Platten-, Zellstoffindustrie) und energetisch genutzt (Wärme- und Stromerzeugung).
Gemeinsam mit dem Bund und den anderen Bundesländern werden die Rahmenbedingungen für den Verkauf, die Sortierung und die Verwendung des Rohholzes, bis hin zur Walderschließung und Abfuhrlogistik, geschaffen.
Rohstoffversorgungsprognosen unterstützen die verarbeitende Industrie bei Standortentscheidungen im Land. Grundlage bilden die Rohholzstatistik und die permanente Beobachtung der nationalen und internationalen Holzmärkte. Mehr Holz im Alltag zu verwenden, vorwiegend beim Neubau und der Modernisierung von Gebäuden, ist Ziel der Aktivitäten im Landesbeirat Holz.
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Naturnahe Wirtschaft im Buchenwald
Waldbau / Waldökologie
Der Wald in Mecklenburg-Vorpommern hat eine besondere Bedeutung im Naturhaushalt und wird im Rahmen einer naturnahen Forstwirtschaft nachhaltig bewirtschaftet. Das Leitbild sind standortgerechte Mischwälder, die möglichst viel wertvolles Holz liefern. Biologische Artenvielfalt sowie Stabilität und Anpassungsfähigkeit sind wichtige Eigenschaften unserer Wälder. Sie binden zugleich Kohlenstoff aus der Luft und tragen durch die Produktion des umweltfreundlichen Rohstoffes Holz in erheblichem Maße zum Klimaschutz bei.
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Jagdwesen
Mecklenburg-Vorpommern bietet mit seinem großflächig unzersiedelten Naturraum ideale Lebensbedingungen für die heimischen Wildarten, die Teil der biologischen Vielfalt der Wälder sind. Es ist Aufgabe des Jagdwesens, einen artenreichen und gesunden Wildbestand in einem ausgewogenen Verhältnis zu den natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und bedrohte Wildarten zu schützen. Die Jagd wirkt regulierend auf Wildbestände ein und ist nachhaltige Nutzung einer natürlichen Ressource. Die von jagdbaren Tierarten verursachten Schäden am Wald und auf landwirtschaftlichen Kulturen müssen auf ein tragbares Maß begrenzt werden.