Schutz der Oberflächengewässer

Schutz der Oberflächengewässer bedeutet, unsere Seen, Flüsse und Bäche sauber und lebenswert zu halten. Durch Maßnahmen gegen Verschmutzung, Übernutzung und Eingriffe sichert das Land Trinkwasser, Natur und Freizeit für alle Bürgerinnen und Bürger.

Wasser und Gewässerschutz

Zentrale Aufgaben des Gewässerschutzes in Mecklenburg-Vorpommern sind, das ökologische Gleichgewicht der Gewässer zu bewahren oder wiederherzustellen, die Trink- und Brauchwasserversorgung zu gewährleisten und alle anderen Wassernutzungen, die dem Gemeinwohl dienen, langfristig zu sichern.

In den Bereich des Gewässerschutzes fallen:

  • die Gewässerkunde und das Gewässermonitoring
  • das Seenprogramm
  • der Grundwasserschutz
  • die Trinkwasserversorgung
  • die Gewässerbewirtschaftung
  • die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie
  • der anlagenbezogener Gewässerschutz und
  • die Bekämpfung von Meeresverschmutzungen

Naturräumliche Situation

Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist in ganz besonderem Maße vom Wasser geprägt. 1.712 Kilometer Küstenlänge, davon 354 Kilometer Küste zur offenen See, rund 40.000 Kilometer Fließgewässer und 2.028 Seen ab 1 Hektar Wasserfläche drücken der Landschaft ihren eigenen Stempel auf. Das Landschaftsbild wurde durch die letzte Eiszeit mit entsprechend komplizierten Grundwasserverhältnissen geprägt. Die Einzugsgebiete der Wasserläufe sind im Vergleich zu anderen deutschen Flüssen als klein zu bezeichnen. Die Peene weist mit 5.127 Quadratkilometern das größte Einzugsgebiet auf, es folgt die Warnow mit 3.304 Quadratkilometern. Der Anteil am Gesamteinzugsgebiet der Elbe beträgt für Mecklenburg Vorpommern 6.130 Quadratkilometer, dies entspricht 26,5 Prozent der Landesfläche.

Naturräumliche Situation

Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist in ganz besonderem Maße vom Wasser geprägt. 1.712 Kilometer Küstenlänge, davon 354 Kilometer Küste zur offenen See, rund 40.000 Kilometer Fließgewässer und 2.028 Seen ab 1 Hektar Wasserfläche drücken der Landschaft ihren eigenen Stempel auf.

Das Landschaftsbild wurde durch die letzte Eiszeit mit entsprechend komplizierten Grundwasserverhältnissen geprägt. Die Einzugsgebiete der Wasserläufe sind im Vergleich zu anderen deutschen Flüssen als klein zu bezeichnen.

Die Peene weist mit 5.127 Quadratkilometern das größte Einzugsgebiet auf, es folgt die Warnow mit 3.304 Quadratkilometern. Der Anteil am Gesamteinzugsgebiet der Elbe beträgt für Mecklenburg Vorpommern 6.130 Quadratkilometer, dies entspricht 26,5 Prozent der Landesfläche.

Wasserbeschaffenheit

Die Wasserbeschaffenheit der Fließgewässer hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert. Dies trifft in erster Linie auf die Sauerstoffverhältnisse und die organische Belastung zu. Bezüglich der Klassifizierung nach diesem Merkmalskomplex ist zu beobachten, dass über 70 Prozent der untersuchten Gewässer die Güteklassen 1 und 2 erreicht haben. Hauptgrund dafür ist, dass nicht mehr so viel kommunales Abwasser eingeleitet wird, das sauerstoffzehrende Stoffe enthält.

Stehende Gewässer reagieren auf verminderte Belastungen in ihrem Einzugsgebiet wesentlich langsamer, da sie weitgehend geschlossene Systeme sind und sich in ihnen über lange Zeiträume Stoffe anhäufen können. Aus diesem Grund sind ähnlich positive Entwicklungen in der Wasserbeschaffenheit der Seen und übrigen Standgewässer bisher noch eine Ausnahme. Die Trophiesituation, also die Intensität der Algenproduktion, spiegelt am deutlichsten die Veränderungen der Wasserbeschaffenheit infolge anthropogener (vom Menschen verursachten) Belastungen wider. Die Eutrophierung, d.h., die unerwünschte Steigerung der planktischen Primärproduktion durch Anreicherung der Gewässer mit Pflanzennährstoffen, stellt gegenwärtig das Hauptproblem in den Standgewässern Mecklenburg-Vorpommerns dar.

Ähnlich wie in den Seen ist auch in vielen inneren Küstengewässern die Eutrophierung weit fortgeschritten.

Gewässerbewirtschaftung des Oberflächenwassers

Trotz des Gewässerreichtums besitzt Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zu anderen Bundesländern beim Oberflächenwasser ein geringes nutzbares Wasserdargebot zur Gewässerbewirtschaftung. Das ist dadurch bedingt, dass nur der Wasseranteil nutzbar ist, der sich im Zuge des natürlichen Wasserkreislaufes ständig erneuert. Im Lande fallen jedoch relativ geringe Niederschläge im Vergleich zu den benachbarten westlichen Bundesländern (um ca. 200 mm /Jahr niedriger) bei nahezu gleich hohen Verdunstungswerten.

Außerdem gibt es in Mecklenburg-Vorpommern bis auf die Elbe keine Flüsse, die aus niederschlagsreichen Regionen gespeist werden und somit das gebietsnahe Dargebot erhöhen.

Daher hat man mit der Gewässerbewirtschaftung bereits frühzeitig begonnen, indem man durch Wehre an den Ausläufen der Seen ihren Wasserstand und Abfluss steuert (z.B. Schweriner See). Dies ermöglicht im Frühjahr Wasser zurückzuhalten und in den Trockenperioden des Sommers den Fließgewässern zur Verfügung zu stellen. Im Sinne einer nachhaltigen Bewirtschaftung soll ein See hierfür nur im Bereich seines durchschnittlichen natürlichen Schwankungsverhaltens genutzt werden.

Anlagenbezogener Gewässerschutz

Zum Schutz vor Gewässerverunreinigungen bestehen hohe technische Anforderungen an Anlagen zum Herstellen, Befördern, Lagern, Abfüllen, Umschlagen, Behandeln und Verwenden wassergefährdender Stoffe. Trotz flächendeckender Umsetzung und Kontrolle dieser Anforderungen können akute Schäden durch wassergefährdende Stoffe in Gewässern nie vollständig ausgeschlossen werden. Für diese Notfälle müssen technische und organisatorische Vorkehrungen zur Schadensminimierung vorgehalten werden. Zur Gefahrenabwehr bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen ist entsprechend den hierfür erstellten Warn- und Alarmplänen vorzugehen.

Bekämpfung von Meeresverschmutzungen

Für den baltischen Raum ist ein nach wie vor anhaltender Anstieg des Schiffsverkehrs zu verzeichnen. Einen nicht unerheblichen Anteil daran hat der weitergeführte Ausbau der russischen Ölhäfen. Die Ostsee als Binnenmeer mit stellenweise relativ geringen Wassertiefen stellt die Schifffahrt vor erhöhte Anforderungen. Einer der notwendigerweise zu befahrenden Tiefwasserwege, die Kadettrinne, führt in unmittelbarer Nähe an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns entlang. Hier sind jährlich bis zu 65.000 Schiffsbewegungen feststellbar.

Um den katastrophalen Folgen möglicher Schiffsunfälle schnell und sicher begegnen zu können, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit den anderen deutschen Küstenländern und der Bundesregierung weitreichende Vorkehrungen getroffen. So stehen für den Einsatzfall vier Ölbekämpfungsschiffe und zwei Hochseeschlepper in Bereitschaft. Zweimal täglich wird das Einsatzgebiet von Überwachungsflugzeugen mit spezieller Sensortechnik auf Meeresverunreinigungen kontrolliert. Für die Öl- und Schadstoffbeseitigung von Stränden werden in zwei Depots Spezialgeräte bereitgehalten.

Kontakt

Abteilung 4

Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern

Paulshöher Weg 1, 19061, Schwerin, DE

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