Energie, Umwelt und Klima – Land mit Verantwortung

Schützen, was uns prägt

Mecklenburg-Vorpommern lebt vom Wasser. Seen, Flüsse und die Ostsee geben unserem Land Identität. Damit diese Wasserwelt erhalten bleibt, schützt MV seine Gewässer konsequent. 

Darum zählt Gewässerschutz in MV

Es sind 2.028 Seen, weite Flüsse und 1.712 Kilometer Ostseeküste, die Natur und Alltag in MV prägen. Sie schaffen Lebensraum und Erholungsorte. Zudem sind sie ein wichtiger Faktor für Tourismus, Fischerei und Hafenwirtschaft.

Der Klimawandel verändert jedoch unsere Region. Längere Trockenzeiten, Starkregen und steigende Meeresspiegel belasten die Wasserflächen. Auch Landwirtschaft und Schifffahrt stellen hohe Ansprüche an die Gewässer. 

Ihr Schutz  bedeutet daher langfristige Verantwortung. Bund, Land und Kommunen arbeiten gemeinsam an Schutzmaßnahmen, Monitoring und klaren Regeln für die Nutzung. 

Ergänzend tragen die Bürgerinnen und Bürger durch bewusstes Verhalten dazu bei, dass Flüsse, Seen und Küsten sauber bleiben. So kann MV seine Gewässer als wertvolles Gut bewahren – für die Natur und für kommende Generationen.

Gewässerqualität in MV nach festen Standards

Unsere Gewässerqualität entsteht durch Regeln und durch vorausschauende Bewirtschaftung. Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) setzt daher Ziele für Seen, Flüsse und Küstengewässer. Sie fordert einen guten ökologischen und chemischen Zustand. Das heißt: hohe Wasserqualität und genügend Lebensraum für Pflanzen und Tiere. So kann die Artenvielfalt im Wasser erhalten bleiben. 

Flüsse, Seen, Küstengewässer und Grundwasser werden dafür regelmäßig bewertet. In MV erfolgt die Bewirtschaftung nach Flusseinzugsgebieten. Ein Verschlechterungsverbot schützt die erzielten Fortschritte.

Auch Industrieanlagen stehen unter strenger Kontrolle. Die Industrieemissions-Richtlinie regelt, wie Abwasser und Emissionen zu überwachen sind. Grundlage dafür sind Überwachungspläne, die regelmäßig angepasst werden. Sie legen fest, wie Behörden Anlagen prüfen und Umweltauflagen durchsetzen.

Der Schutz der Oberflächengewässer ist eine Daueraufgabe. Fachleute messen Wasserstände, Nährstoffe und biologische Werte. Dieses Monitoring zeigt, wie stabil das ökologische Gleichgewicht ist und wo Handlungsbedarf entsteht.

Ein eigener Schwerpunkt ist die Seensanierung. 2.028 Seen sind erfasst und bewertet. Das Seenprogramm koordiniert dazu Restaurierungen und unterstützt belastete Gewässer dabei, ihre natürliche Qualität zurückzugewinnen.

Nachhaltige Wassernutzung

Wasser ist Grundlage des Lebens und des Wirtschaftens in Mecklenburg-Vorpommern. Die Versorgung ist breit aufgestellt. Rund 370 Wasserwerke versorgen 99 Prozent der Menschen in MV. Dabei bildet die Hansestadt Rostock den größten Versorgungsraum. Dort liefert die Warnow Trinkwasser für über 260.000 Menschen.

85 Prozent des Trinkwassers in MV stammen aus Grundwasser – der wichtigsten, natürlich vorhandenen Ressource. Dieses nutzbare Wasserdargebot liegt bei 2,13 Millionen Kubikmetern pro Tag, wovon derzeit rund ein Drittel genutzt wird. Wasserschutzgebiete schützen dessen Qualität und Menge.

Auch die Abwasserbeseitigung ist Teil nachhaltiger Wassernutzung. 90 Prozent der Haushalte sind an zentrale Kläranlagen angeschlossen. Rund 600 Anlagen reinigen das Abwasser und reduzieren Stickstoff und Phosphor. Dezentrale Anlagen ergänzen das Netz und folgen klaren Vorgaben.

Hochwasser- und Küstenschutz in MV

Hochwasser und Sturmfluten gehören zu den größten Naturgefahren in Mecklenburg-Vorpommern. Deiche bilden das Rückgrat des Hochwasserschutzes in MV. Sie halten Wasser im Flussbett, wenn Regenmengen steigen oder die Schneeschmelze einsetzt. MV verstärkt und erneuert diese Deiche vor allem an der Elbe und ihren Zuflüssen. Grundlage dafür ist das europäische Hochwasserrisikomanagement, welches das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie fachlich umsetzt.

An der Ostsee greifen in den Siedlungen und Wirtschaftsräumen zusätzliche Schutzmechanismen wie der Küstenschutz. Problematisch ist, dass der Meeresspiegel steigt und sich Küstenabschnitte zurückziehen.  Eine Fläche von 1.050 Quadratkilometern gilt als sturmflutgefährdet. MV schützt die Regionen mit Dünen, Deichen und Uferwänden. Wo Küstenlinie schwindet, stabilisieren Sandvorspülungen, Buhnen und Wellenbrecher den Uferbereich.

Auch die Gewässerunterhaltung und der -Ausbau tragen zum Schutz bei. Sie sorgen dafür, dass Wasser schadlos abfließen kann. Der Rückbau von Hindernissen verbessert zusätzlich die Durchgängigkeit der Flüsse und stärkt den ökologischen Zustand.

Die Ostsee schützen

Die Ostsee ist ein Binnenmeer mit besonderen ökologischen Anforderungen. Gleichzeitig treffen hier viele Nutzungen aufeinander: Schifffahrt, Fischerei, Häfen, Tourismus, Offshore-Technik und der Abbau von Sand und Kies. Damit die Meeresnatur intakt bleibt, braucht es ein  wirksames Management des Meeresumweltschutzes.

Ein zentraler Baustein ist das Meeresmonitoring. Fachleute überwachen regelmäßig die Küstengewässer in MV – im Rahmen des Bund/Länder-Messprogramms. Die Grundlage dafür bilden die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie und das Helsinki-Übereinkommen (HELCOM). Sie sichern eine europäische und internationale Zusammenarbeit. 

Auch die Bekämpfung von Meeresverschmutzungen hat hohe Priorität. Der Schiffsverkehr in der Ostsee ist stark. Um Risiken zu mindern, stehen vier Ölbekämpfungsschiffe, zwei Hochseeschlepper und regelmäßige Überwachungsflüge bereit. Zusätzlich lagern Spezialgeräte für den Einsatz an belasteten Stränden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Inselhafen Prerow. Er entstand als Ersatz für den bisherigen Nothafen Darßer Ort, der in der Kernzone des Nationalparks lag. Der neue Hafen stellt die Seenotrettung langfristig sicher und schützt gleichzeitig die sensiblen Naturflächen des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.

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FAQ

Zuständigkeit

Referatsleiterin – Referat 440

Sybille Haubelt

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