Startchancen-Programm

Das Startchancen-Programm unterstützt benachteiligte Kinder und Jugendliche bei ihrer Bildung und Zukunft. Durch gezielte Fördermaßnahmen soll es ihre individuellen Potenziale entfalten und ihre Startchancen verbessern.

Programme und SchulentwicklungChancengerechtes Lernen

Das Startchancen-Programm unterstützt Schülerinnen und Schüler, die schwierige Startbedingungen haben. Noch immer hängt in Deutschland der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen stark vom Bildungshintergrund ihrer Eltern ab. Mit dem Startchancen-Programm setzen Bund und Länder hier an und verbessern die Chancengerechtigkeit. Startchancen-Schulen zeichnen sich dadurch aus, dass sie Kindern und Jugendlichen umfassende Anregungen und vielfältige Möglichkeiten zur Gestaltung individueller Bildungswege und zur umfassenden Entfaltung ihrer Persönlichkeit bieten.

Die drei Programmsäulen des Startchancen-Programms

Bund und Länder fördern Schulen über 10 Jahre

Das Startchancen-Programm wird mit Beginn des Schuljahres 2024/2025 umgesetzt und hat eine Laufzeit von 10 Jahren. Für das Startchancen-Programm stellt der Bund bis zu einer Milliarde Euro jährlich zur Verfügung. Die Länder engagieren sich in gleichem Umfang. Dabei können schon bestehende Programme angerechnet werden. Mecklenburg-Vorpommern erhält über das Startchancen-Programm jährlich 17 Millionen Euro Bundesmittel. Der Landesanteil wird je nach Zuständigkeit für die einzelnen Vorhaben, Programme und Projekte durch das Land oder die Schulträger erbracht. In Deutschland werden insgesamt etwa 4.000 allgemein bildende und berufliche Schulen unterstützt.

Indikatoren für die Auswahl der Schulen

  • Anteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
  • Migrationshintergrund (Schuljahr 2021/2022 und Schuljahr 2022/2023)
  • besondere (inklusive) Lerngruppen
  • Anteil der Schülerinnen und Schüler mit pädagogischem bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf
  • Anteil an Wiederholerinnen und Wiederholern in der Sekundarstufe I
  • bei beruflichen Schulen: Angebot eines Berufsvorbereitungsjahres

Schulen nach festgelegten Kriterien ausgewählt

In Mecklenburg-Vorpommern profitieren 70 Schulen vom Startchancen-Programm. Das Bund-Länder-Programm wird an 42 Grundschulen, 19 Regionalen Schulen und 11 beruflichen Schulen umgesetzt. Die Zahl der Schulstandorte ist niedriger, weil es sich auch um Mehrfachstandorte handelt. Die Auswahl der Schulen erfolgte im Einvernehmen mit dem Bund auf Grundlage wissenschaftsgeleiteter Kriterien. Der Bund hatte dabei die Dimensionen „Armut“ und „Migrationshintergrund“ vorgegeben, da sie stark mit den Faktoren „Bildungsteilhabe“ und „Bildungserfolg“ zusammenhängen.

Kontakt

Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

Abteilung 3 - Lehrkräftebildung und Digitalisierung

Werderstraße 124, 19055, Schwerin, DEvorzimmer3@bm.mv-regierung.de+49 385 58817031
Bereichsleiter IQ 2

Heiko Schön

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