Mecklenburg-Vorpommern im Herzen Europas
Mecklenburg-Vorpommern ist fest in der Europäischen Union verankert. Durch enge Partnerschaften, den gemeinsamen Binnenmarkt, Freizügigkeit, den Euro und EU-Fördermittel stärken wir unsere Infrastruktur, die Wirtschaft und den Alltag für eine sichere und moderne Zukunft.

Große Wirkung: Warum Mecklenburg-Vorpommern von Europa profitiert
Rund 450 Millionen Menschen leben in der Europäischen Union. In Mecklenburg-Vorpommern leben rund 1,6 Millionen Menschen. Und trotz dieses großen zahlenmäßigen Unterschieds hat das Land an der Ostsee einen nicht zu unterschätzenden Einfluss innerhalb Europas.
Fast in jeder Lebenssituation profitieren die Menschen von der Europäischen Union: Sei es beim Ausbau und der Modernisierung der Infrastruktur, in der Landwirtschaft, bei Forschung und Wissenschaft, in der Ansiedlung neuer Unternehmen, dem Export von Waren, die hier hergestellt werden, oder ganz einfach bei der nächsten Urlaubsreise. Ganz anschaulich werden die Vorteile der EU, wenn Sie Ihre Handy-Rechnung 1995 nach einem Mallorca-Urlaub mit der von heute vergleichen.
Mecklenburg-Vorpommern ist ohne Europa und die Europäische Union nicht denkbar. Auch die guten Beziehungen zu unseren Nachbarn im Norden und im Osten sind das Ergebnis europäischer Kooperation.
Investitionen in die Zukunft: 20 Milliarden Euro für MV
Seit der Neugründung des Landes sind rund 20 Milliarden Euro an EU-Fördermitteln aus Brüssel nach Mecklenburg-Vorpommern geflossen. Diese massiven Investitionen sind heute überall im Land sichtbar: Sie stecken in sanierten Innenstädten, modernen Straßen und einem wachsenden Radwegenetz. Auch die Landwirtschaft, Schulen, Kindergärten sowie unsere Hochschulen und Kultureinrichtungen profitieren direkt von diesen Geldern, die die Lebensqualität vor Ort nachhaltig sichern.
Die Europäische Union ist die wichtigste Handelspartnerin für die heimische Wirtschaft. Mehr als die Hälfte aller Waren, die Mecklenburg-Vorpommern ins Ausland verkauft, gehen in EU-Mitgliedstaaten. Das entspricht einem Exportwert von jährlich über 6,5 Milliarden Euro.
Dank des europäischen Binnenmarktes entfallen dabei bürokratische Hürden wie Zölle oder Grenzkontrollen. Unsere Unternehmen profitieren so von einem freien Warenverkehr und fairen Handelsbedingungen, die den Export „Made in MV“ erst so erfolgreich machen.
Präsenz in Brüssel: Mecklenburg-Vorpommerns Stimme in der EU
Damit unser Land weiterhin profitiert, muss Mecklenburg-Vorpommern in den europäischen Gremien sichtbar bleiben. Seit 1991 sichert die Landesvertretung bei der Europäischen Union diesen direkten Einfluss in Brüssel.
Die Vertretung fungiert dabei als politisches Frühwarnsystem: Sie informiert die Landesregierung frühzeitig über neue EU-Gesetzesvorhaben und aktuelle Entwicklungen, zum Beispiel über die Europa-Informationen. Zudem koordiniert sie die Zusammenarbeit vor Ort und bereitet die Besuche von Regierungsmitgliedern in der EU-Hauptstadt vor.
Darüber hinaus dient die Landesvertretung als zentrale Anlaufstelle für unser Land. Sie unterstützt Kommunen, Landkreise und Unternehmen ebenso wie Forschungs- und Bildungseinrichtungen. Auch für die Bürgerinnen und Bürger aus Mecklenburg-Vorpommern ist sie die direkte Ansprechpartnerin in europäischen Angelegenheiten.
Interessen erfolgreich vertreten: So wird MV in Europa gehört
Wie kann nun aber ein kleines Land wie Mecklenburg-Vorpommern seine Interessen auf europäischer Bühne kundtun? – Indem es seine Stimme hörbar zur Geltung bringt.
Das geht zum Beispiel im Europäischen Ausschuss der Regionen. In Deutschland hat Mecklenburg-Vorpommern andere Interessen und Probleme als eine Metropole wie Berlin. Auch in anderen Mitgliedstaaten fallen die Interessen verschiedener Regionen auseinander. Deshalb ist der Europäische Ausschuss der Regionen das geeignete Gremium, in dem diese spezifischen Interessen in all ihrer Vielfalt diskutiert werden.
Auch im Europäischen Parlament sind derzeit Abgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Sie sind von den Bürgerinnen und Bürgern im Land gewählt und deren direkter Draht nach Brüssel. Die Abgeordneten unterhalten in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Abgeordnetenbüros und sind für alle ansprechbar.
Die Europaministerkonferenz spielt eine weitere wichtige Rolle, wenn es um die Interessen Mecklenburg-Vorpommerns in Europa geht. In ihr sind die Europaministerinnen und -minister aller 16 Bundesländer vertreten. Für Mecklenburg-Vorpommern ist das die Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Bettina Martin.
Aber auch die Bürgerinnen und Bürger können die europäischen Institutionen in Brüssel besuchen. Europa ist transparent. Besucherinnen und Besucher können vor Ort erfahren, wie Europa funktioniert, können mit ihren Abgeordneten direkt ins Gespräch kommen und alle Fragen stellen.
Das Europa-Portal MV bietet einen Einstieg in Europa-Themen, EU-Fonds und Termine.
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FAQ
Seit der EU-Erweiterung 2004 liegt Mecklenburg-Vorpommern im geografischen Zentrum der Union. Das Land fungiert als wichtiges Bindeglied und Motor der Ostsee-Zusammenarbeit. Seine Interessen bringt MV über drei zentrale Kanäle ein:
- Die Europaministerkonferenz (EMK) auf nationaler Ebene.
- Das Europäische Parlament durch regionale Abgeordnete.
- Den Ausschuss der Regionen (AdR) als direkte Stimme in Brüssel.
Die EU unterstützt das Land mit vielfältigen Instrumenten für Innovation, Klimaschutz und soziale Projekte. Einen umfassenden Überblick bietet das Fachportal europa-mv.de.
- Für Kommunen: Alle spezifischen Programme und Antragswege sind in der EU-Förderdatenbank gebündelt, um den Zugang zu europäischen Mitteln zu erleichtern.
Die Landesvertretung in Brüssel ist das „Ohr und die Stimme“ Mecklenburg-Vorpommerns bei der EU. Ihre Kernaufgaben sind:
- Frühwarnsystem: Sie informiert die Landesregierung rechtzeitig über neue EU-Gesetzesvorhaben.
- Vernetzung: Sie hält Kontakt zu EU-Institutionen und bereitet politische Besuche vor.
- Service: Interessierte Besuchergruppen können die Vertretung nach Anmeldung besuchen, um die Arbeit im EU-Viertel hautnah kennenzulernen.
Ja. Junge Menschen können im Rahmen ihrer Ausbildung oder ihres Studiums ein Praktikum in der Landesvertretung Brüssel absolvieren. Dies bietet die Chance, internationale Politikprozesse direkt mitzuerleben und berufliche Netzwerke auf europäischer Ebene zu knüpfen.
Mecklenburg-Vorpommern ist weltweit vernetzt. Die Schwerpunkte unserer internationalen Kooperationen liegen hier:
- Nachbarschaft: Besonders enge Partnerschaften bestehen mit Regionen in Polen und der Ukraine.
- Ostseeraum: Intensive Zusammenarbeit mit Südfinnland und den skandinavischen Nachbarn.
- Global: Strategische Verbindungen in die USA. Ein Kernstück der Außenpolitik bleibt die Ostseekooperation, die MV als zentralen Akteur im Norden stärkt.
Zuständigkeit
Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten Mecklenburg-Vorpommern
Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern
Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern bei der EU
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