Industriestandort mit Wachstum
Mecklenburg-Vorpommern verbindet industrielle Stärke mit nachhaltiger Innovation. Kurze Wege, exzellente Forschungsnetzwerke und eine gezielte Förderung machen den Standort zum idealen Boden für zukunftsfähige Unternehmen.

Industrie mit Zukunft: Innovation trifft Tradition
Mecklenburg-Vorpommern ist ein leistungsfähiger Industriestandort, der Tradition und Innovation verbindet. Die Ziele sind klar: industrielle Wertschöpfung ausbauen, nachhaltiges Wachstum fördern und Wettbewerbsfähigkeit stärken. Neue Technologien, Digitalisierung und der Wandel zu klimaneutraler Produktion eröffnen dabei neue Chancen.
Das Land baut die industrielle Wertschöpfung aus und treibt den Wandel zur klimaneutralen Produktion voran. Ob Strategien für Wasserstoff- und Kreislaufwirtschaft, Fachkräfteentwicklung oder Forschungstransfer: Das Land bietet die Basis für nachhaltiges Wachstum und eine partnerschaftliche Wirtschaftspolitik für eine Industrie mit Zukunft.
Unsere Stärken: Branchen mit Weltruf
Von der Küste bis ins Binnenland: Die Industrie in Mecklenburg-Vorpommern ist vielfältig und regional verwurzelt. Über das gesamte Land verteilt entstehen Produkte für den Weltmarkt.
Zu den industriellen Schwerpunkten gehören:
- Automobilzulieferindustrie: Rund 100 Betriebe mit mehr 5.000 Beschäftigten fertigen Komponenten für internationale Fahrzeughersteller. Das Netzwerk automotive-mv e.V. stärkt Kooperation, Qualifizierung und Innovation.
- Gesundheitswirtschaft: Der größte Wachstumsmotor sichert mit rund 150.000 Beschäftigten jeden fünften Arbeitsplatz im Land. Von Biotech bis Medizintechnik deckt MV die gesamte Wertschöpfungskette ab und erwirtschaftet jährlich 7,2 Milliarden Euro. Der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der Bruttowertschöpfung des Landes liegt mit knapp 15% deutlich über dem Bundesdurchschnitt (12%). Zudem führt die nationale Branchenkonferenz als einzige bundesweite Plattform alle Teilsektoren der Gesundheitswirtschaft zusammen. Sie bringt jedes Jahr rund 700 Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft, Forschung und Politik zusammen und stärkt die internationale Sichtbarkeit des Landes.
- Medizintechnik und Biotechnologie: In Mecklenburg-Vorpommern sind mehr als 12.000 Erwerbstätige in der Industriellen Gesundheitswirtschaft beschäftigt. Diese erwirtschafteten eine Bruttowertschöpfung rund 700 Millionen Euro. Das Land konzentriert sich besonders auf innovative Diagnoseverfahren und Produkte, Medizintechnik, Bioinformatik, Biotechnologie und Wirkstoffe sowie präventive und personalisierte Medizin.
- Ernährungsindustrie: Sie ist der größte Industriezweig des Landes und verbindet Landwirtschaft, Verarbeitung und Export. Hier arbeiten über 14.000 Menschen.
- Maritime Industrie: Schiff- und Bootsbau, Offshore- und Meerestechnik prägen die Küstenregionen. Rund 13.000 Beschäftigte entwickeln Lösungen für zukunftsorientierte Schifffahrt und maritime Infrastruktur.
- Maschinenbau und Metallverarbeitung: Mittelständische Unternehmen liefern Spezialmaschinen, Anlagen und Komponenten für Zukunftsbranchen wie Umwelt- und Energietechnik.
- Windenergieindustrie: MV ist ein führender Standort für On- und Offshore-Windenergie. Rund 200 Unternehmen mit 8.000 Beschäftigten decken die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Konstruktion bis zur Wartung.
- Luft- und Raumfahrtindustrie: Innovative Zulieferer entwickeln Systeme und Bauteile für Airbus und andere Hersteller. Das Branchennetzwerk stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit.
- Elektroindustrie: Mit wachsender Bedeutung für Energiewende und Digitalisierung leistet sie Beiträge zu Effizienz und Nachhaltigkeit.
- Kreativ- und Designwirtschaft: Als Impulsgeberin für Innovation und Standortimage schafft sie Verbindungen zwischen Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft.
Starke Netzwerke: Die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
Erfolg ist Teamarbeit. Mecklenburg-Vorpommern setzt enge Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Unsere Cluster bündeln Kompetenzen und beschleunigen den Transfer von der Universität in den Markt:
- BioCon Valley®: Das Netzwerk für Life Science und Gesundheit.
- Medizintechnik & Biotech: Die Kompetenzzentren IIB e.V. und KDK – INP e.V. bieten spezialisierte Expertise für innovative Diagnoseverfahren und biotechnologische Lösungen.
- WindEnergy Network & Maritimes Cluster: Geballte Kraft für die Energiewende und den Schiffbau.
- Automotive-mv: Innovationen für die Mobilität der Zukunft.
Die Cluster stärken die regionale Identität der Branchen und schaffen gemeinsame Sichtbarkeit – national wie international. Durch kurze Entscheidungswege profitieren Unternehmen von praxisnaher Forschung. Anwendungsorientierte Ausbildung sichert den Fachkräftenachwuchs direkt vor Ort.
Gezielte Förderung: Ihr Investment in MV
Wir unterstützen Sie dabei, Ihre Visionen zu realisieren. Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit bietet Industrieunternehmen, Investorinnen und Investoren passgenaue Förderinstrumenten für Ansiedlungen, Erweiterungen sowie Forschung und Entwicklung. Fördermittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) oder aus EU-Programmen helfen, Investitionen zu realisieren und Arbeitsplätze zu sichern.
Kampagne „Wachstum liegt in unserer Natur“
Mecklenburg-Vorpommern positioniert sich national und international als moderner Industriestandort. Die Kampagne „Wachstum liegt in unserer Natur“ stellt die Verbindung von Natur und Lebensqualität mit industrieller Entwicklung, Innovation und Investitionstätigkeit in den Mittelpunkt.
Sie ist Bestandteil der wirtschaftspolitischen Strategie des Landes und knüpft an das industriepolitische Konzept „Industrieland Mecklenburg-Vorpommern 2030“ sowie an die Regionale Innovationsstrategie an. Die Ziele: industrielle Strukturen weiterentwickeln, Wertschöpfungsketten vernetzen und die Sichtbarkeit des Standorts erhöhen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der clusterorientierten Ansprache der wichtigsten Branchen. Dazu gehören maritime Industrie, Maschinenbau, Ernährungswirtschaft, Medizintechnik, Biotechnologie, Kunststoffverarbeitung, Mobilität und erneuerbare Energien.
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FAQ
Eine Industrie ist der Motor für ein nachhaltiges, wirtschaftliches Wachstum. Sie sorgt für stabile Jobs und Wohlstand im ganzen Land. Die Zahlen zeigen: Das verarbeitende Gewerbe erwirtschaftet im Jahr 2024 rund 11,3 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung des Landes. Fast jeder neunte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeitet heute in einem Industriebetrieb.
Zu den bedeutendsten industriellen Branchen im Verarbeitenden Gewerbe zählen:
- die Ernährungsindustrie,
- die maritime Industrie,
- der Maschinen- und Anlagenbau,
- die Erzeugung und Bearbeitung von Metall sowie Herstellung von Metallerzeugnissen und
- die Holzindustrie.
Die umsatzstärkste Branche im Verarbeitenden Gewerbe in Mecklenburg-Vorpommern war 2024 der Maschinenbau, der knapp 34 Prozent des Gesamtumsatzes erwirtschaftete. An zweiter Stelle lag die Ernährungsindustrie mit einem Anteil von rund 26 Prozent am Gesamtumsatz.
Mecklenburg-Vorpommern verfügt grundsätzlich über gut erschlossene Industrie- und Gewerbeflächen. Regional bestehen jedoch Engpässe, insbesondere in verkehrsgünstigen Lagen, in Hafennähe oder an Standorten mit direktem Zugang zu regenerativer Energieerzeugung. Das Land unterstützt die Kommunen daher kontinuierlich bei der Entwicklung, Erweiterung und Erschließung zusätzlicher Flächen.
Für Unternehmen ist es wichtig, sich frühzeitig auf den fortschreitenden Transformationsprozess in den Bereichen Klimaneutralität und Digitalisierung vorzubereiten und ein proaktives Maßnahmenmanagement aufzubauen. Für sie gilt es daher eigenverantwortlich und rechtzeitig standort- und branchenspezifische Maßnahmen, Anpassungsbedarfe sowie geeignete Strategien analysieren und gegebenenfalls konkrete Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen.
Mecklenburg-Vorpommern braucht eine moderne, international wettbewerbsfähige und klimafreundliche Industrie, um auch langfristig Wertschöpfung zu sichern und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Das im Rahmen des Zukunftsbündnisses mit den Kammern und Sozialpartnern entwickelte industriepolitische Konzept „Industrieland Mecklenburg-Vorpommern 2030“ soll hierfür konsequent umgesetzt werden.
Zuständigkeit
Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern
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