Mobilität und Verkehr – Land in Bewegung

Vision Zero: Sicher zur Schule

Mecklenburg-Vorpommern setzt auf gezielte Prävention, starke Partnerschaften und klare Konzepte, um die Zahl der Unfälle zu senken. Im Fokus steht dabei besonders der Schutz von Kindern sowie weiteren gefährdeten Verkehrsteilnehmenden.

Verkehrssicherheit in MV: Strategien für den Schutz aller Verkehrsteilnehmenden

Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden hat in Mecklenburg-Vorpommern höchste Priorität. Das Verkehrsministerium verfolgt das Ziel, die Zahl der Unfallopfer dauerhaft zu senken. Grundlage dafür ist das Verkehrssicherheitskonzept Mecklenburg-Vorpommern, das gemeinsam mit der Verkehrssicherheitskommission des Landes entwickelt und fortgeschrieben wird.

Die Verkehrssicherheitskommission bündelt die Kompetenzen zahlreicher strategischer Partner. In enger Zusammenarbeit entwickeln Ministerien, Behörden, die Polizei sowie Verbände und Verkehrswachten effektive Schutzmaßnahmen. Auch Krankenkassen, Automobilclubs, Prüfgesellschaften, Forschungseinrichtungen und kommunale Spitzenverbände bringen ihre Expertise ein. Gemeinsam setzen sie landesweite Projekte um, die Unfallrisiken minimieren und das Bewusstsein für ein verantwortungsvolles Miteinander im Straßenverkehr stärken.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den vulnerablen Gruppen im Straßenverkehr:

  • Kinder und Jugendliche: Schutz auf dem Schulweg und frühe Verkehrserziehung.
  • Radfahrende: Ausbau sicherer Infrastruktur und gegenseitige Rücksichtnahme.
  • Junge Fahrer: Gezielte Prävention für Fahranfänger.
  • Seniorinnen und Senioren: Unterstützung für eine lange und sichere Mobilität.

Durch diese gezielten Präventions- und Bildungsangebote schafft Mecklenburg-Vorpommern eine sichere Umgebung für alle Generationen.

Sicherer Schulweg: Mobilitätstraining für den großen Entwicklungsschritt

Der Übergang von der Kita in die Schule bedeutet für Kinder einen großen Entwicklungsschritt – auch in Sachen Mobilität. Der tägliche Schulweg ist für viele Kinder die erste regelmäßige Strecke, die sie selbstständig bewältigen. Dabei treffen sie auf komplexe Verkehrssituationen, die Aufmerksamkeit, Orientierung und richtiges Verhalten verlangen.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Eltern, Erzieherinnen, Lehrer und Kommunen dabei, Kinder frühzeitig und spielerisch auf den Straßenverkehr vorzubereiten. Denn Kinder nehmen ihre Umgebung anders wahr als Erwachsene: Sie sind kleiner, hören Geräusche anders, schätzen Geschwindigkeiten falsch ein und können Gefahren oft nicht rechtzeitig erkennen. Umso wichtiger ist es, dass Erwachsene ihre Perspektive verstehen und in der Verkehrserziehung darauf eingehen.

Projekte und Programme für mehr Sicherheit

Zahlreiche Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern fördern gezielt das sichere Verhalten im Straßenverkehr. Diese Projekte setzen direkt bei den Bedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen an:

Sicherheit für Kinder

  • „Brems dich – 100 Tage bis zum ersten Schulweg“: Ein Projekt der Landesverkehrswacht zur Schulwegsicherung, das sich primär an Erstklässler richtet.
  • „100% geschnallt?!“: Informationsveranstaltungen in Kitas und Schulen zur korrekten Kindersicherung im Auto.
  • „Schülerlotsen“: Ausbildung und Wettbewerbe auf Kreis-, Landes- und Bundesebene zur Absicherung von Überwegen.
  • „Wie? Womit? Wohin?“: Unterstützung für 10- bis 14-Jährige und ihre Eltern bei veränderten Mobilitätsbedürfnissen und neuen Gefahrenquellen.
  • „Flinki“: Kombiniertes Bewegungstraining und Verkehrssicherheit direkt in der Kita.

Sicher mit dem Rad

  • „Sattelfest“: Die offizielle Radfahrausbildung für Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klassen.
  • Jugendverkehrsschulen: Jährlich nutzen ca. 30.000 Kinder diese mobilen oder stationären Plätze, um mit bereitgestellten Fahrrädern und Helmen sicher das Fahren zu üben.

Angebote für junge Fahrer

  • „Fifty-fifty-Taxi-Ticket“: Jugendliche zahlen an Wochenenden und Feiertagen nur den halben Preis für das Taxi – ein wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Diskounfällen.
  • „Crash-Kurs“: Durch Schilderungen echter Unfallereignisse werden junge Erwachsene für verantwortungsbewusstes Verhalten sensibilisiert.

Mobilität für Senioren

  • „Sicher mobil“: Spezielle Trainings für Senioren, die auch Rollator- und allgemeine Mobilitätsschulungen umfassen.

Darüber hinaus fördern regionale Verkehrswachten weitere Aktionen für Vorschul- und Schulkinder. Unterstützt wird diese Arbeit von wissenschaftlichen Partnern wie dem Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung der Universität Potsdam, das kindgerechte Methoden der Verkehrserziehung vermittelt.

Gemeinsam für mehr Verkehrssicherheit: Eine Aufgabe für alle

Verkehrssicherheit ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Nur wenn alle – Politik, Kommunen, Schulen, Eltern und Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer – mitwirken, kann Mecklenburg-Vorpommern sicherer werden. Das Verkehrsministerium unterstützt diese Arbeit mit finanziellen Mitteln, fachlicher Koordination und kontinuierlicher Öffentlichkeitsarbeit.

Denn jeder sichere Schulweg, jedes verantwortungsvolle Verhalten im Straßenverkehr und jede vermiedene Kollision bringt das Land dem Ziel der Vision Zero ein Stück näher.

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FAQ

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Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern

Johannes-Stelling-Straße 14, 19053, Schwerin, DEpresse@wm.mv-regierung.de+49 385 58815065

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