Hand in Hand für lebendige Dörfer
Von der Dorferneuerung bis zum Wegebau – Mecklenburg-Vorpommern unterstützt seine ländlichen Regionen mit umfassenden Förderprogrammen. Hier erfahren Sie, wie wir die ländliche Entwicklung in MV vorantreiben.

Ländliche Räume fördern
Die Zukunft ländlicher Regionen entscheidet sich dort, wo Menschen gestalten wollen und die Mittel dafür erhalten. Mecklenburg-Vorpommern unterstützt seine Dörfer deshalb ganz bewusst. Funktionierende Straßen und digitale Netze gehören ebenso dazu wie verlässliche Nahversorgung durch Arztpraxen und Geschäfte. Ausschlaggebend sind zudem engagierte Bürgerinnen und Bürger, die Ideen vor Ort umsetzen. Hier setzt die ländliche Entwicklungspolitik des Landes an.
Wir streben Gemeinschaften an, in denen das Wohnen, Arbeiten und Zusammenleben geeint sind.
Drei Schwerpunkte leiten unser Handeln:
- die Modernisierung von Infrastruktur und Grundversorgung
- die Belebung des sozialen Zusammenhalts
- die zukunftsorientierte Gestaltung von Landwirtschaft und Flächennutzung.
Ihr Engagement ist dabei entscheidend, denn Dorfgemeinschaften bilden das Fundament solcher Initiativen. Nutzen Sie die Förderungen und Netzwerke des Landes, um Ideen umzusetzen und Ihrem Dorf neue Chancen zu eröffnen.
Ländliche Entwicklung integrieren
Die integrierte ländliche Entwicklung bündelt Förderungen, die direkt im Alltag von Gemeinden wirken. Sie verbindet bauliche Vorhaben, Wege, Versorgung und soziale Impulse zu einer gemeinsamen Entwicklungsstrategie.
So können Orte wachsen, ohne ihre Strukturen zu verlieren. Ziel ist es, Dörfern in Mecklenburg-Vorpommern verlässliche Rahmenbedingungen für ihre eigene Zukunftsgestaltung zu geben.
Dorferneuerung stärkt das Herz eines Ortes. Sie verbessert Häuser, Plätze und Wege, die das Dorfbild prägen und Treffpunkte schaffen. Gefördert werden sowohl öffentliche Projekte als auch Vorhaben privater Eigentümer, die ländliche Bausubstanz erhalten oder beleben. Solche Maßnahmen erhöhen die Lebensqualität, unterstützen den Tourismus und sichern typische Strukturen in Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinden erhalten dafür Planungssicherheit und können Dorfentwicklungskonzepte Schritt für Schritt umsetzen.
Gute Wege sichern den Alltag im ländlichen Raum. Sie verbinden Wohnorte mit Arztpraxen, Schulen, Betrieben und Nahversorgung. In dünn besiedelten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns bleibt Mobilität eine zentrale Aufgabe der Daseinsvorsorge. Sie entscheidet darüber, ob Menschen wichtige Angebote gut erreichen.
Dabei sind besonders ältere Bürgerinnen und Bürger auf kurze Wege und verlässliche Verbindungen angewiesen. Deshalb unterstützt MV mit dem ländlichen Wegebau Lösungen, die den Zugang zu Dienstleistungen und Waren des täglichen Bedarfs sichern und wohnortnahe Versorgung ermöglichen. Moderne und gut befahrbare Wege fördern aber nicht nur den Alltag – auch Tourismus und Landwirtschaft profitieren davon.
Starke Dorfgemeinschaften brauchen Menschen, die Ideen entwickeln und Verantwortung übernehmen. Netzwerke wie das FORUM MV unterstützen sie dabei. Sie begleiten Projekte, fördern Austausch und verknüpfen lokale Akteurinnen und Akteure mit regionalem Wissen. Landfrauen und Landjugend bringen zusätzlich soziale Stärke ein. Sie schaffen Begegnung, vermitteln Traditionen und bieten Bildungsangebote für alle Generationen. So entsteht ein Umfeld, in dem Engagement Wirkung zeigt und ländliche Räume in MV lebendig bleiben.
Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft”
Großes entsteht oft im Kleinen – das beweisen die Dörfer in Mecklenburg-Vorpommern Tag für Tag. Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" würdigt diesen Einsatz und rückt ländliches Engagement ins Rampenlicht.
Der Ablauf folgt drei Stufen: Dörfer und ländlich geprägte Gemeinden stellen sich zunächst dem Kreiswettbewerb. Die Sieger steigen in den Landeswettbewerb auf, dessen Gewinner wiederum auf Bundesebene antreten. Mitmachen können politisch selbständige Gemeinden oder geschlossene Gemeindeteile mit bis zu 3.000 Einwohnenden. Träger sind je nach Stufe der Kreis, das Land oder der Bund.
Der Wettbewerb wirkt über die Auszeichnung hinaus. Er stärkt bürgerschaftliches Engagement, setzt Impulse für innovative Ideen und hilft Dörfern, gemeinsame Perspektiven zu entwickeln. Lokale Identität wird gefestigt, Leistungen werden sichtbar, und der Schutz von Natur und Umwelt im Dorfalltag gewinnt an Bedeutung. Mehrere Dörfer aus MV, wie Mühl Rosin und Dobbertin, haben bereits auf Bundesebene überzeugt. Ihre Erfolge sind ein eindrucksvolles Zeichen gelebter Dorfgemeinschaft.
Ländliche Räume neu ordnen
Ohne erfassbare Eigentumsverhältnisse stockt die Entwicklung ländlicher Räume. Flurneuordnung schafft hier Abhilfe. Sie strukturiert Grundstücke neu und stellt Rechte an Flächen eindeutig fest. MV nutzt dafür Verfahren nach dem Landwirtschaftsanpassungsgesetz sowie Flurbereinigungsverfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz. Beide werden von den vier Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt angeordnet.
Zersplitterte Flächen wachsen zusammen, Arbeitsabläufe in Land- und Forstwirtschaft werden effizienter – die Agrarstruktur gewinnt an Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig fördert Flurneuordnung nachhaltige Landentwicklung – durch die Sicherung von Wegen, Gewässern und Naturräumen sowie die Weiterentwicklung des Landschaftsbildes. Sogar die Zusammenführung von getrenntem Grund- und Gebäudeeigentum wird möglich.
Gefördert werden Teilnehmergemeinschaften sowie Wasser- und Bodenverbände. Auch weitere Beteiligte können Unterstützung erhalten. Voraussetzung ist, dass ihre Verfahren Eigentumsverhältnisse klären und die Nutzung oder Planung von Flächen erleichtern. Einen Überblick bietet das jährlich erscheinende „Flurneuordnungsprogramm des Landes Mecklenburg-Vorpommern“.
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FAQ
Es gibt Förderungen für Dorferneuerung, Wege, Grundversorgung, Engagement und Netzwerke. Gemeinden, Vereine und weitere Akteure können Unterstützung für Projekte erhalten, die Leben, Versorgung oder Infrastruktur im Dorf stärken.
Dörfer melden sich beim Kreiswettbewerb an. Die Kreissieger starten im Landeswettbewerb, die Landessieger im Bundeswettbewerb. Teilnehmen dürfen Gemeinden oder geschlossene Gemeindeteile mit bis zu 3.000 Einwohnern.
Flurneuordnung ordnet Eigentumsverhältnisse und führt zersplitterte Flächen zusammen. Das erleichtert Bewirtschaftung, Planung und verbessert Wege, Landschaft und Nutzungsmöglichkeiten im Dorf.
Die Programme stärken Versorgung, Wege, Gemeinschaft und Agrarstruktur. Sie reagieren auf demografischen Wandel, weite Wege, fehlende Angebote und die Belastung kleiner Gemeinden durch knappe Mittel und begrenzte Planungskapazitäten.
Zuständigkeit
Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt
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