Bildung und Kindertagesförderung – Land zum Lernen

Freiheit gemeinsam gestalten

Die Demokratie ist die Grundlage unseres Zusammenlebens in Freiheit, mit Meinungsvielfalt und Wohlstand. Sie bietet jedem Einzelnen Chancen wie keine andere Staatsform. 

Demokratie als Lebensform: Mitmachen und Mitgestalten

Demokratie ist kein starres Gebilde, sondern lebt vom aktiven Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Sie ist das Ergebnis eines ständigen Diskurses, in dem verschiedene Interessen abgewogen werden, um die beste Lösung für das Gemeinwesen in Mecklenburg-Vorpommern zu finden.

Politische Bildung als Fundament 

Demokratische Prozesse können komplex und langwierig erscheinen. Um diese Strukturen zu verstehen, bietet die politische Bildung eine parteipolitisch unabhängige Orientierung. Ihre zentralen Aufgaben sind:

  • Wertevermittlung: Grundlagen unseres Gemeinwesens erklären und Diskussionsprozesse fördern.
  • Resilienz stärken: Die deutsche Geschichte zeigt, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist. Sie zu schützen und über ihre Alternativlosigkeit zu informieren, ist ein Hauptziel.
  • Engagement fördern: Wege zur politischen Urteilsbildung aufzeigen und Projekte unterstützen.

Freiheit ist Verantwortung 

Seit mehr als 80 Jahren leben wir in Frieden, als mit dem Zweiten Weltkrieg Verfolgung und millionenfaches Morden und Sterben endeten. Und seit mehr als 35 Jahren sind Rechtsstaatlichkeit, Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, Pressefreiheit und freie Wahlen auch in Mecklenburg-Vorpommern garantierte Elemente der parlamentarischen Demokratie. Heute leben wir nicht nur in Wohlstand, wir leben auch in einer Demokratie. Darum beneiden uns besonders diejenigen, in deren Ländern die Freiheitsrechte und die Demokratie nicht gesichert sind. In denen sich Menschen immer wieder staatlicher politischer Verfolgung ausgesetzt sehen.

Erhalten werden kann unsere Demokratie aber nur durch das Engagement der Demokratinnen und Demokraten. Von „denen da oben“ und der „politischen Klasse“ zu sprechen unterschlägt, dass das Mitmachen in der Demokratie nicht nur erwünscht. Sondern essentiell und mehr denn je das Gebot der Stunde ist: vom Wählen über das Engagement in Vereinen, die Mitgliedschaft in demokratischen Parteien, das Kandidieren für Ämter, z. B. bei Kommunalwahlen. Die Möglichkeiten sind vielfältig, sie können und sollten auch genutzt werden.

Politische Bildung will und kann die Bürgerinnen und Bürger bei der politischen Urteilsbildung unterstützen und Wege zum Engagement aufzeigen. Durch überparteiliche Informationen zu politischen und historischen Zusammenhängen oder durch die Förderung von Projekten der politischen Bildung. 

Die Landeszentrale für politische Bildung: Bildung für die Urteilsfähigkeit

Demokratie braucht informierte Bürgerinnen und Bürger, die aktiv an Entscheidungsprozessen teilnehmen. Ziel der politischen Bildung in Mecklenburg-Vorpommern ist es daher, die Fähigkeit zur politischen Urteilsbildung zu stärken.

Voraussetzungen für eine fundierte Meinung:

  • Fakten und politische Zusammenhänge kennen.
  • die Grundzüge des politischen Systems und seiner Entscheidungsverfahren verstanden haben.
  • unterschiedliche Positionen nachvollziehen.
  • den eigenen Standpunkt kennen und kritisch reflektieren können.

Die Fähigkeit zur politischen Urteilsbildung ist daher das Ziel der politischen Bildung.

Diesem Ziel ist die Landeszentrale für Politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern (LpB MV) verpflichtet: Sie informiert über alle Fragen von Politik und Demokratie und regt zur politischen Teilhabe an - überparteilich, unaufgeregt und mit professionellem Fachwissen. 

Die LpB MV ist die einzige staatliche Einrichtung zur politischen Bildung im Land und Teil einer vielfältigen Trägerlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Sie informiert mit Büchern, Broschüren, Veranstaltungen und online über Politik und Zeitgeschichte. Überparteilich unterstützt sie Bürgerinnen und Bürger dabei, sich ihr eigenes Urteil zu bilden. Mit dem Demokratiebus und dem DemokratieLaden Anklam erreicht die LpB MV Menschen überall im Land. 

In ihren Gedenkstätten in Schwerin und Rostock können sich Besucherinnen und Besucher mit der Geschichte politischer Verfolgung im 20. Jahrhundert auseinandersetzen.

Mecklenburg-Vorpommern nahm bereits 2006 eine bundesweite Vorreiterrolle ein, indem es dieses Landesprogramm "Demokratie und Toleranz gemeinsam stärken" ins Leben rief. Das Programm stärkt die Zivilgesellschaft Es unterstützt ein breites Netzwerk aus Trägern und Einrichtungen, die Projekte realisieren sowie Beratung für Bürger, Vereine und öffentliche Institutionen anbieten.

Aufarbeitung der SED-Diktatur: Beratung und Dokumentation

Auch mehr als 35 Jahre nach der deutschen Einheit wirken die Folgen der deutschen Teilung nach. Viele Menschen in Mecklenburg-Vorpommern leiden bis heute unter erlittenem Unrecht aus der Zeit der DDR. 

Um Betroffene zu unterstützen und die Geschichte aufzuarbeiten, wurde 1993 eine unabhängige Beauftragtenbehörde geschaffen, seit 2019 mit aktualisiertem gesetzlichen Auftrag unter der heutigen Bezeichnung:

Der Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur ist Ansprechpartner und erste Anlaufstation für Menschen, die „unter der kommunistischen oder der SED-Diktatur, insbesondere in der Sowjetischen Besatzungszone oder der DDR, verfolgt wurden oder Leid und Unrecht erfahren haben“ und Hilfe suchen.

Gleichzeitig nimmt er wichtige Aufgaben bei der politisch-historischen Aufarbeitung für das Gebiet des heutigen Landes Mecklenburg-Vorpommern wahr.

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FAQ

Zuständigkeit

Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern

Landesbeauftragt. f. MV f.d. Aufarbeitung SED-Diktatur

Burkhard Bley

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