Guter Start in die Schulzeit
Lesen, Schreiben, Rechnen lernen. Mit der Einschulung beginnt für Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Eine gute Vorbereitung erleichtert ihnen den Start. Dieser Überblick unterstützt Eltern, wie sie ihr Kind auf dem Weg in die Schule begleiten können.

Die Grundschule in MV
Alle Kinder in Mecklenburg-Vorpommern starten ihre schulische Laufbahn in der Grundschule. In den ersten vier Jahren stehen Lesen, Schreiben und Rechnen auf dem Stundenplan. Die Schülerinnen und Schüler sollen sicher im Schulalltag ankommen, denn er bildet die Basis für das weitere Lernen.
Die Jahrgangsstufen 1 und 2 bilden die Schuleingangsphase. Kinder lernen in individuellem Tempo. Der Besuch kann bis zu drei Jahre dauern. In dieser Phase gibt es keine Noten. Schülerinnen und Schüler erhalten eine schriftliche Einschätzung über ihren Lernstand. Der Übergang in die Jahrgangsstufe 3 erfolgt ohne Versetzung. Die Schülerinnen und Schüler erhalten nun Noten und der Fremdsprachenunterricht beginnt in der Regel mit Englisch.
Nach Jahrgangsstufe 4 geht die Grundschule in die schulartunabhängige Orientierungsstufe über, die in der Regel an Regionalen Schulen und Gesamtschulen verläuft. Lehrkräfte unterstützen Kinder in den Jahrgangsstufen 5 und 6 dabei, ihre individuellen Stärken weiter zu entwickeln. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die passende Schulart für den Weg ab Jahrgangsstufe 7 finden.
Die Einschulung
Vor dem Schulstart stehen einige organisatorische Schritte an. Eltern melden ihr Kind an einer örtlich zuständigen Schule an. Über das örtliche Gesundheitsamt untersucht eine Schulärztin oder ein Schularzt das Kind zusätzlich. Dabei geht es nicht um „Bestehen“, sondern um Unterstützung. Die Medizinerin oder der Mediziner schaut auf Wachstum, Seh- und Hörvermögen, Sprache, Motorik und Aufmerksamkeit. Auch Impfstatus und frühere Erkrankungen sind wichtig. Eltern erhalten eine Rückmeldung mit möglichen Empfehlungen. Das hilft der Schule und der Familie, Förderangebote früh zu planen.
Mit der feierlichen Einschulung beginnt für die Kinder der Weg in die Grundschule. Die Feier findet je nach Schule am letzten Freitagnachmittag oder Sonnabend der Sommerferien oder am Ende der ersten Schulwoche statt. So können Familien den Start gut planen.
Inklusion von Anfang an
In Mecklenburg-Vorpommern lernen Kinder von Anfang an gemeinsam. Inklusion bedeutet: Alle gehören dazu – Kinder mit und ohne Förderbedarf, ebenso besonders begabte Mädchen und Jungen. Der Unterricht soll zum Kind passen und Chancen eröffnen. Schon beim Einstieg in die Grundschule ist Verschiedenheit normal.
Dafür baut das Land Schritt für Schritt seine Angebote aus. Kinder mit Förderbedarf erhalten mehr Unterstützung und Kinder ohne Förderbedarf lernen dabei nicht weniger. Eltern entscheiden, ob ihr Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern ohne Förderbedarf in einer Klasse lernt oder ob es eine eigenständige Förderschulklasse besucht.
Erfahrungen aus der Praxis zeigen: Inklusion bereichert den Schulalltag und stärkt die Gemeinschaft. Unterstützung gibt es in vielen Formen – von individueller Förderung bis zu besonderen Lernformen und Unterrichtsangeboten. So wächst ein Umfeld, in dem jedes Kind seine Stärken zeigen kann und Hilfe erhält, wenn sie gebraucht wird.
Der Übergang von der Kita in die Schule
Kita und Grundschule bereiten den Wechsel gemeinsam vor und arbeiten eng zusammen. Ihr Ziel: Lernwege fortführen und den Start in der ersten Klasse gut zu begleiten. Dafür teilen Kita und Grundschule Informationen, treffen Absprachen und führen die Kinder an den Schulalltag heran.
Im letzten Kita-Jahr geht es um das Beobachten, Fördern und Kennenlernen der Schule. Die Kita-Kinder machen kleine Projekte und besuchen die Schule. Das schafft Vertrauen und gewöhnt sie an einen neuen Alltag. So wird deutlich, was schon gut klappt.
Für einen reibungslosen Übergang nutzt Mecklenburg-Vorpommern ein landesweit einheitliches Stammdatenblatt. Das Dokument fasst den Lern- und Entwicklungsstand eines Kindes zusammen und erleichtert die Zusammenarbeit zwischen den Fachkräften. Damit kommt Wichtiges aus dem Kita-Alltag in der Schule an.
Ankommen in der Grundschule
Die Grundschule legt das Fundament für weiteres Lernen. Die Kinder sollen sich Schritt für Schritt an den Schulalltag gewöhnen, Abläufe entwickeln und Sicherheit erlangen.
Darum geht es zu Beginn ums Ankommen, um Gemeinschaft und klare Abläufe. Viele Schulen setzen auf feste Lesezeiten und Rituale. Das Leseband gehört an allen Unterrichtstagen zum Stundenplan. So wächst Lesefreude und grundlegende Fähigkeiten werden regelmäßig geübt.
Der Unterricht fächert sich breit auf: Deutsch und Mathematik bilden das Fundament. Weitere Fächer wie Sachunterricht, Musik, Kunst, Werken und Sport ergänzen den Alltag. Rahmenpläne regeln Ziele und Inhalte des Unterrichts. Die Lehrkräfte arbeiten methodisch abwechslungsreich – vom gemeinsamen Üben bis zu offenen Lernformen. Ganztagsangebote schaffen für die Kinder zusätzliche Zeit für Bewegung, Projekte und Förderung.
Zwei- bis dreimal im Schuljahr erhalten Grundschulkinder mehr Lebenspraxis. Das gleichnamige Unterrichtsangebot vermittelt, wie sie mit alltäglichen Dingen und Situationen umgehen. Es werden Fragen aufgegriffen, wie zum Beispiel „Warum wackeln meine Zähne?“ oder „Welche Zutaten brauche ich, um einen Geburtstagskuchen zu backen?“. Im Themenbereich „Ohne Moos nichts los” geht es um den richtigen Umgang mit Geld. Möglich sind auch Projekttage oder Schulwanderungen.
Laden...
Laden...
Laden...
Laden...
FAQ
In Mecklenburg-Vorpommern beginnt die Schule mit der Grundschule (Jahrgangsstufen 1 bis 4). Es folgt die Orientierungsstufe (Jahrgangsstufen 5 bis 6). Ab Jahrgangsstufe 7 führen die Regionale Schule und die Gesamtschule zu den Abschlüssen Berufsreife und Mittlere Reife, eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und das Gymnasium zum Abitur. Inklusion und Förderschulen sichern weitere Unterstützung.
Die Anmeldung erfolgt wohnortnah über die örtlich zuständige Grundschule oder die Gemeinde. Dafür benötigen Eltern die Geburtsurkunde, Meldebestätigung, gegebenenfalls den Nachweis über die Sorgeberechtigung und einen Nachweis über den Masernschutz. Fristen setzt der Schulträger im Herbst vor dem Schulstart. Das landesweite Stammdatenblatt begleitet den Übergang. Das Gesundheitsamt lädt zur schulärztlichen Untersuchung ein.
Kita und Grundschule bereiten den Start gemeinsam vor. Im letzten Kita-Jahr stehen Beobachtung, Förderung und Kennenlernen des Schulalltags an – etwa Treffen, Projekte, Schulbesuche. Ein einheitliches Stammdatenblatt übergibt wichtige Infos. Das Ziel: ein sicherer, sanfter Einstieg.
Mecklenburg-Vorpommern setzt auf gemeinsames Lernen. Kinder mit und ohne Förderbedarf lernen in der Regelschule, unterstützt durch Sonderpädagoginnen und -pädagogen, pädagogische Fachkräfte und Schulassistenz. Möglich sind individuelle Förderpläne und Ganztagsangebote sowie ein Nachteilsausgleich. Förderschulen ergänzen das Angebot.
In der Grundschule beginnen Kinder in den Jahrgangsstufen 1 und 2 mit dem Lernen im eigenen Tempo und finden in den Schulalltag hinein. In den Jahrgangsstufen 3 und 4 werden die Inhalte vertieft und erweitert. Schwerpunkte sind Lesen, Schreiben, Rechnen, dazu Sachunterricht, Musik, Kunst, Werken und Sport. Alltagsrituale und Projekte geben Struktur und fördern Stärken.
Für die Anmeldung nötig sind: Geburtsurkunde, Meldebestätigung des Kindes, Nachweis des Masernschutzes (Impfpass/Attest), gegebenenfalls Nachweis über die Sorgeberechtigung. Schule oder Schulträger benennen bei Bedarf weitere Unterlagen. Das landesweite Stammdatenblatt der Kita übermittelt den Lern- und Entwicklungsstand eines Kindes vor dem Schuleintritt.
Zuständigkeit
Abteilung 2 - Grundsatzangelegenheiten des Schulwesens, berufliche Schulen und Lehrkräftegewinnung
Abteilung 3 - Lehrkräftebildung und Digitalisierung
Abteilung 4 - Kindertagesförderung, allgemein bildende Schulen und Inklusion
Laden...